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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
30 Minuten Hochspannung
Zwischenüberschrift:
Feuerwehr probt am Schulzentrum Sonnenhügel den Ernstfall – 1500 Schüler evakuiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Als um 10.28 Uhr Feuerwehr und Polizei wieder abrückten, war auch Dirk Ebrecht erleichtert. Der Konrektor der Wittekind-Realschule im Schulzentrum Sonnenhügel wusste seine 376 Schüler in Sicherheit. Auch Karl Wurdel von der Felix-Nussbaum-Schule und Hartmut Bruns vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium hatten ihr Gebäude zügig evakuiert. Grund war eine Übung der Osnabrücker Feuerwehr, gebrannt hatte es nicht. Obwohl sich einige Schüler da nicht so sicher waren.
Um Punkt zehn Uhr war der Feueralarm ausgelöst worden. Mit ohrenbetäubendem Lärm wurden die Schüler dazu aufgefordert, schnell die Klassenräume zu verlassen. Was vielen altbekannt vorkam, erhielt im Erdgeschoss etwas Brisanz. Die Feuerwehr um Übungsleiter Klaus Fiening hatte eine Nebelmaschine eingesetzt, die täuschend echten Rauch erzeugte. Dazu lagen zwei als Elektriker getarnte Feuerwehrleute scheinbar schwer verletzt auf dem Boden.
Nach anfänglichem Staunen kam einigen Schülern die Angelegenheit doch etwas komisch vor. " Das brennt ja wirklich" oder " Da liegt ein Toter" war auf dem Flur zu hören. Innerhalb weniger Minuten war die Schule geräumt und die angerückten vier Löschzüge konnten mit ihrer Arbeit beginnen. Einsatzleiter Eckhard Spellbrink und sein Team ließen sich von Schulzentrumssprecher Wurdel (in Vertretung für die erkrankte Annelore Gussenberg-Westermann als Schulleiterin der Wittekind-Realschule) über den Sachverhalt aufklären. Neben den beiden " Verletzten" im Erdgeschoss war eine Klasse im ersten Stock in ihrem Raum eingeschlossen.
Mit präzisen Ansagen und Abläufen arbeiteten die Feuerwehrleute. Die drei Schulleiter hatten mittlerweile die Vollzähligkeit ihrer Schüler bestätigt. " Die gute Zusammenarbeit mit den Schulen ist wichtig für uns, damit wir schnell wissen, ob noch jemand im Gebäude ist, um den wir uns zuerst kümmern müssen", sagte Fiening. Vor ziemlich genau elf Jahren war der Ernstfall am damaligen Schulzentrum Sebastopol eingetreten. In der Nacht war nach einer Überlastung einer Mehrfachsteckdose ein Großbrand ausgebrochen das Gebäude war in der Folge über zwei Jahre lang nicht zu benutzen.
Schon allein deswegen arbeitet das Schulzentrum bei solchen Übungen gerne mit. Nachdem alle Schüler evakuiert waren, durften sie bei der Rettung der " Eingeschlossenen" über die Drehleiter zusehen. " Es ist sehr gut gelaufen, die Schüler wussten, wo ihre Sammelstellen sind, viele haben an den Ernstfall gedacht", berichtete Ebrecht, der seinen Kollegen von der Übung nichts sagen durfte.
Nach einer halben Stunde war die Übung bereits zu Ende. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit. " Die Schüler sind zügig, aber nicht hastig nach draußen gegangen, die Lehrer haben schnell Meldung gemacht", freute sich Karl Wurdel über den reibungslosen Ablauf der Übung. Nach dem Brand im Jahr 2001 war das komplette Schulzentrum mit Feuermeldern und weiteren Vorrichtungen versehen worden. " Baulichen Brandschutz" nennt Experte Fiening das.
Der " organisatorische Brandschutz" werde mit Übungen wie dieser am besten trainiert. Die Osnabrücker Feuerwehr ist froh, dass sie Gelegenheiten dazu bekommt. Darin waren sich auch die Schulleiter der drei Schulen einig. " Für uns ist es sehr sinnvoll, so weiß jeder, wie man sich im Fall der Fälle verhält", sagte Ebrecht nach einer hektischen, aber erfolgreichen halben Stunde am Sonnenhügel.

Bildtexte:
Vorbildlich organisiert: Die Schüler trafen an ihren Sammelpunkten zusammen, nachdem der Feueralarm sie im Schulzentrum am Sonnenhügel aus dem Unterricht herausgerissen hatte.

Das sah echt aus: Ein als Elektriker getarnter Feuerwehr-Mann liegt scheinbar verletzt am Boden.

Fotos:
Hermann Pentermann
Autor:
Malte Schlaack


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