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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Besser reden als Mails verschicken
Zwischenüberschrift:
Kaffee-Partner ist in Osnabrück angekommen – Umzug ohne große Probleme
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Alex, kannste noch oder nicht?", keucht einer von sieben Männern, die ein vier Meter langes Raumelement durchs Portal tragen. Alex kann noch, und das sperrige Möbelstück gelangt unversehrt an seinen Platz im Foyer von Kaffee-Partner. Gestern war der erste reguläre Arbeitstag im Neubau an der Römereschstraße.
In den Büros ist die Aufbruchstimmung zu spüren. Überall, wo Schreibtische stehen, liegt ein brauner Langflor-Teppichboden, so kuschelig, dass selbst ein Gast auf die Idee kommen könnte, barfuß zu laufen. Am neuen Standort, sagt Carsten Reinke, der geschäftsführende Gesellschafter der Kaffee-Partner Holding GmbH, " haben wir eine dreimal so große Fläche wie vorher". Klar, das Unternehmen hat auf Zuwachs gebaut. Kaffee-Partner ist stolz auf seine Wachstumsraten.
Carsten Reinke sorgt sich aber, dass die Kommunikation darunter leiden könnte, wenn sich fünf Mitarbeiter ein Großraumbüro teilen, das eigentlich für zehn Arbeitsplätze oder mehr ausgelegt ist. Miteinander reden das ist für den Kaffee-Manager ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.
Zu jedem Bürotrakt gehört eine Kommunikationsinsel, in der man sich zwanglos auf einen Kaffee treffen kann. Daneben steht ein kleiner Konferenzraum für förmliche Besprechungen zur Verfügung. Und dann gibt es überall in Reichweite das " Silent Office", eine Art Telefonzelle mit Hocker und Stehtisch für ungestörte Telefongespräche.
Für Carsten Reinke ist es ausdrücklich erwünscht, dass sich die Mitarbeiter in ihrer Arbeitszeit unterhalten. Sie sollen miteinander reden, statt Mails von einem Arbeitsplatz zum nächsten zu verschicken. Reinke hat keine Angst, dass dabei zu viel Zeit für Privatgespräche verschwendet werden könnte. " Wir haben festgestellt, dass da Themen geklärt werden", sagt er. Und das bringe das Unternehmen voran.
Kaffee-Partner ist gerade mit dem Titel " Top Job 2012" für vorbildliche Personalarbeit ausgezeichnet worden und darf sich damit zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand zählen. Daran will das Unternehmen weiter arbeiten, und der Neubau auf dem ehemaligen Kasernengelände bietet dafür gute Voraussetzungen.
Der Umzug ging relativ geräuschlos über die Bühne. Am Freitag wurde am alten Standort in Wallenhorst noch bis 13 Uhr gearbeitet, anschließend räumten die 145 Mitarbeiter aus der Verwaltung ihre Schreibtische und verstauten ihre Utensilien in Kartons. Drei Lkw-Züge mit Anhängern pendelten 15-mal zwischen Wallenhorst und Osnabrück. Um 21 Uhr war der letzte Möbelwagen ausgeräumt. Die IT-Spezialisten sorgten am Samstag dafür, dass Computer und Telefone angeschlossen wurden. Fast alles klappte wie am Schnürchen, nur ein Server streikte bis in die Nacht, wie Markus Sindermann berichtet, der bei Kaffee-Partner für IT und Organisation zuständig ist. Aber das Problem war gelöst, als am Sonntag die Mitarbeiter kamen, um ihre Schreib tische einzuräumen.
" Das ist alles sehr aufregend", meint Aljona Feist von der Kundenbetreuung im 1. Stock, die ihren neuen Arbeitsplatz mit Blick auf die alten Kasernengebäude " super" findet. Kerstin Bönte vom Telefonmarketing freut sich, dass alles auf Anhieb funktioniert. " Um zwei Minuten nach acht hatten wir schon die erste Bestellung", erzählt sie zufrieden.
Bleibt noch die Frage, wie es die Mitarbeiter von Kaffee-Partner mit dem Kaffee halten. Natürlich sind alle Büros mit der neuesten Generation der Kaffeeautomaten versorgt. Kostenlos? Nicht ganz, sagt Carsten Reinke, was nichts koste, werde nicht geschätzt. Fünf Cent pro Tasse werden deshalb mit einer Chipkarte abgerechnet. Das Geld kommt einem karitativen Zweck zugute.

Bildtexte:

Am neuen Standort: Kaffee-Partner hat den Geschäftsbetrieb komplett nach Osnabrück verlagert.

Viel Glas, viel Licht und der langflorige Teppichboden in den Büros lädt förmlich dazu ein, barfuß herumzulaufen.

Überall Kommunikationsecken: Hier können sich die Mitarbeiter auf einen Kaffee zwischendurch treffen.

Im Hintergrund die alten Kasernengebäude: Aljona Feist von der Kundenbetreuung im neuen Büro.

Stolz auf die Auszeichnung " Top Job": Carsten Reinke.

Fotos:

Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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