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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fahrradgarage im Tunnel ist abgehakt
Zwischenüberschrift:
Neumarkt: Agenda-Arbeitskreis Stadtentwicklung diskutiert auch über verkehrsfreien Platz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt will den Neumarkttunnel zwar zuschütten. Aber in Osnabrück gibt es immer noch Sympathien, in der unterirdischen Passage eine Fahrradgarage einzurichten. Das wurde in der Sitzung des Arbeitskreises Stadtentwicklung der lokalen Agenda deutlich. Diskutiert wurde auch über einen verkehrsfreien Neumarkt.
Für die Idee, im Tunnel ein Fahrradparkhaus einzurichten, gab es im Arbeitskreis Gegner und Befürworter. In der Diskussion wurde deutlich, dass es offensichtlich Vorbehalte gibt, ein so teures Bauwerk wie den Neumarkttunnel abzureißen.
Stadtplaner Holger Clodius legte dar, warum die Stadt eine unterirdische Fahrradgarage abgehakt hat. Die meisten Radler würden ihr Fahrzeug am liebsten wenige Schritte vor dem nächsten Geschäft parken, statt es in einen Keller zu schieben, wo das Abstellen auch noch Geld koste.

Die Räume im Tunnel müssten aber auch vor Vandalismus geschützt werden. Da stelle sich die Frage, wer eine Fahrradgarage bewachsen solle. " Wir sehen keine realistische Betreibermöglichkeit", fasste Clodius zusammen. Das von Diskussionsteilnehmern genannte Beispiel Münster lasse sich nicht ohne Weiteres auf Osnabrück übertragen. In der westfälischen Nachbarstadt gibt es eine unterirdische Fahrradgarage am Bahnhof. Allerdings habe das Fahrrad in Münster auch eine höhere Bedeutung als in Osnabrück, meinte der Stadtplaner.
Kontrovers diskutiert wurde über die alte Forderung, den Neumarkt als verkehrsfreien Platz zu gestalten. Rolf Brinkmann, der den Ausschuss früher einmal geleitet hat, sprach sich für eine konsequente Verlagerung des Autoverkehrs auf den Wallring aus und berief sich dabei auf das Beispiel Dortmund. " Der Wall ist sowieso kaputt", meinte er, da komme es auf ein paar Tausend Autos mehr auch nicht an.
Andere Diskussionsteilnehmer machten geltend, die Situation am Wall sei jetzt schon unerträglich. Sie dürfe nicht noch weiter verschärft werden. Holger Clodius vom Fachbereich Städtebau machte deutlich, dass die Stadt auch auf die Anwohner des Walls Rücksicht nehmen müsse.
Wie immer eine Entscheidung ausfalle sie müsse gut begründet werden, sonst könnten sich lärmgeschädigte Anwohner auf das EU-Recht berufen und dagegen klagen. Clodius wies darauf hin, dass der Neumarkt nach der politischen Beschlusslage auf zwei Fahrspuren reduziert werden soll mit der Option, perspektivisch einen verkehrsfreien Platz zu bekommen.
Susanne dos Reis, die 2001 am Bürgergutachten mitgewirkt hatte, wies die mehrfach geäußerte Kritik zurück, am Neumarkt gehe es nicht voran. Endlich sei die Stadt auf gutem Weg, meinte sie: " Wir sind nah dran, dass sich am Neumarkt etwas tut."

Bildtext:

Das unterirdische Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof in Münster sei kein Beispiel für Osnabrück, sagt Stadtplaner Holger Clodius.

Foto: Archiv/ dapd
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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