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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Planer specken Schlosswallhalle behutsam ab
Zwischenüberschrift:
Kosten sollen unter sieben Millionen Euro bleiben – Baubeginn im Oktober
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Clever sparen will die Stadt Osnabrück bei der Sanierung der Schlosswallhalle. Für den Stadtsportbund und den Kreissportbund werden voraussichtlich keine neuen Büros errichtet, und die Toilettenanlagen für Großveranstaltungen fallen deutlich kleiner aus. Um einige 100 000 Euro wurde die Kalkulation schon erleichtert.

Abstriche an die Qualität würden nicht gemacht, beteuert Dirk König, der Leiter des Fachbereichs Immobilien und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück. Die Schlosswallhalle ist eines der teuersten Bauvorhaben der kommenden Jahre. Ein unzureichender Brandschutz, Unzulänglichkeiten bei der Nutzung und eine fehlende Wärmedämmung hatten die Stadt zu einer Entscheidung gezwungen.

Über die Finanzierbarkeit wurde im Rat schon so erbittert diskutiert, dass es zu persönlichen Angriffen kam. Am Ende gab es eine Entscheidung für ein Sanierungspaket für sieben Millionen Euro. Mehrkosten für die Sanierung der tragenden Betonkonstruktion ließen die Investitionsrahmen schon auf 7, 346 Millionen anwachsen. Jetzt specken die Planer vorsichtig ab.

Nach dem Beschluss des Rates bleiben die beiden Sporthallen im Rohbau stehen. Sie erhalten jedoch eine komplett neue Hülle und ein neues Dach. Der Zwischentrakt, in dem auch Büros untergebracht sind, soll abgerissen und neu aufgebaut werden. Nach der neuesten Beschlusslage wird auf die Büros verzichtet.

Stadtsportbund und Kreissportbund brauchen mehr Platz, können eine kostendeckende Miete auf Neubauniveau aber nicht bezahlen. Beide Verbände wollen mit ihren Geschäftsstellen umziehen, und es zeichnet sich ab, dass sie getrennte Wege gehen. Der Stadtsportbund favorisiert das Kasernengelände am Limberg als neuen Standort, beim Kreissportbund wird noch gesucht.

Dirk König vom Fachbereich Immobilien und Gebäudemanagement ist zuversichtlich, dass sich mit dieser neuen Situation nicht nur die Investitionskosten senken lassen, sondern auch die Folgekosten. Der zuständige Betriebsausschuss hat dafür in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben.

Ein weiteres Sparpotenzial haben die Planer bei den sanitären Anlagen entdeckt. Bislang orientierte sich die Zahl der Toiletten daran, dass bei Großveranstaltungen bis zu 1400 Zuschauer in die Halle kommen können. Das geschehe jedoch nur wenige Male im Jahr, heißt es im Fachbereich Immobilien und Gebäudemanagement. Jetzt soll die Zahl 700 als Maßstab gelten. Für die Großveranstaltungen müssen dann draußen Toilettenwagen aufgestellt werden. Auch auf ein Lager soll verzichtet werden, um Geld zu sparen.

Zurzeit beziffern die Kalkulatoren die Gesamtkosten mit 7 081 058 Euro. Dirk König ist zuversichtlich, dass sich die Sieben-Millionen-Grenze durch clevere Planung noch unterschreiten lässt. Im Oktober dieses Jahres soll der Zwischentrakt abgerissen und mit der Sanierung der beiden Hallen begonnen werden. Wenn es beim aktuellen Zeitplan bleibt, dürfen die Sportler im Herbst 2013 wieder in die Schlosswallhalle.

Bildtext:

Der Zwischentrakt (rote Fläche) der Schlosswallhalle mit den Büros der Sportbünde von Stadt und Landkreis wird abgerissen. Neue Büros werden nicht geschaffen. Dadurch spart die Stadt 200 000 Euro.

Foto:

Gert Westdörp

Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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