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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Volksfeststimmung auf dem Rubbenbruchsee
Zwischenüberschrift:
Eisvergnügen in Osnabrück: Für viele schöner als in Hamburg oder Hannover
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Hamburg hat das Alstereisvergnügen, Hannover das Eisfest auf dem Maschsee. Und Osnabrück? Hat den Rubbenbruchsee. Mehrere Tausend Eissportfans nutzten das schöne Wetter am Wochenende, um einmal auf und nicht nur um das größte Gewässer der Stadt zu gehen. Auch andere Seen wurden zum Anziehungspunkt, auf einigen blieb das Eis aber auch leer. Ein Streifzug.
Wir starten unsere Erkundungstour " Osnabrücker Eisvergnügen" am Wüstensee im gleichnamigen Stadtteil. Es ist Samstagmittag, und wir sehen außer Eis und einigen Enten nichts. Der See ist komplett verwaist, lädt aber auch auf den ersten Blick nicht gerade zum Betreten ein. Gerade am Rand ist ein großes Stück nicht zugefroren, hier tummeln sich die Enten.
Erwartungsvoll schwimmen sie uns entgegen, allerdings haben wir außer einer Kamera und einem Schreibblock nichts dabei. Doch Rettung naht: Der sechsjährige Valerio Schilling ist mit seinem Papa Rene zum Wüstensee gekommen, um die Vögel zu füttern. " Ihm macht das viel Spaß, und er weiß genau, wie weit er gehen darf", sagt der Vater, der dem Eis aber ohnehin nicht so recht traut.
Das sieht am benachbarten Pappelsee schon anders aus. Viele Familien sind gekommen, mit Schlittschuhen, Eishockeyschlägern und Schlitten. Unter ihnen auch Claudia Jochmann mit ihrer Tochter Charlotte und Labrador Ben. Ihre Schlittschuhe seien zwar bestimmt schon 30 Jahre alt, würden ihren Dienst aber immer noch zuverlässig erledigen, meint Jochmann. Laufen brauchen sie und Charlotte fast nicht selber, Ben zieht seine Frauchen mit großer Begeisterung.
Einige Meter weiter hat Volkmar Kunde mit seinem Sohn Anton eine Fläche zum Eishockeyspielen frei geräumt. Anton hat gerade erst seine neuen Schuhe bekommen, " letzte Woche waren sie alle ausverkauft", berichtet sein Vater. Das erste Mal überhaupt auf Schlittschuhen unterwegs ist Mareke Meyer. Als Stütze und auch zum Ausruhen schiebt die kleine Eisprinzessin einen Stuhl vor sich her. " So
habe ich es damals auch gelernt, sie macht das schon ganz gut", sagt ihr Vater Andreas.
Nächste Station unser " Eistour" ist der Bornheider See im Schinkel. Schön liegt das Gewässer in der Sonne, nur herrscht auf dem Eis gähnende Leere. Ein Grund dafür könnte sein, dass zu viel Schnee auf dem See liegt und man mit Schlittschuhen nicht gut vorankommt. Alicia, Maria und Sarah ist das egal. Die drei Mädchen aus der Nachbarschaft erkunden zu Fuß den See und genießen die Ruhe.
Bei Station vier ist es dann mit der Ruhe zwar vorbei, dafür kommt fast Volksfeststimmung auf. Am Rubbenbruchsee ist jede Menge los. Direkt am Ufer haben es sich Claudia Schimberg, Elena Rukashya, Jens Seidensticker und Larissa und Heike Schümann bequem gemacht. Mit Thermoskannen und einer Decke genießen sie den Sonnenschein. Ist das nicht zu kalt direkt auf dem See? " Die Decke ist alubeschichtet", lacht Jens Seidensticker, " wir machen das ja nicht zum ersten Mal".
Auch sonst gibt es viel zu sehen auf dem Rubbenbruchsee. Vor allem für die Kinder. " Die beiden wissen gar nicht, wo sie zuerst hingucken sollen", sagt Bettina Giesker, die auf Schlittschuhen als " Schlittenhund" für ihren Sohn Marlon und seinen Kumpel Mattes dient. Es ist zwar viel los auf dem Rubbenbruchsee, aber es wird nirgendwo eng oder unentspannt. Man merkt richtig, wie es die Osnabrücker genießen, nach langer Zeit mal wieder in der freien Natur auf dem Eis zu sein. Und Hamburg und Hannover? " So schön wie hier kann es da gar nicht sein", bemerkt ein Mann, der mit seiner Frau langsam über das Eis spaziert.

Bildtexte:

Wann ist das schon möglich? Volkmar Kunde spielt mit seinem Sohn Anton und Dominik Hannsaart (links) Eishockey auf dem Pappelsee.

Alicia, Maria, Sarah auf dem See in der Bornheide.

Auch bei minus fünf Grad ist am Rand des Wüstensees ein großes Stück nicht zugefroren. Die Enten freut das.

Die Mama als Schlittenhund: Bettina Giesker zieht ihren Sohn Marlon und seinen Kumpel Mattes über den Rubbenbruchsee.

Fotos:

Gert Westdörp
Autor:
Malte Schlaack


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