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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Heiraten auf einer Ruhestätte?
Zwischenüberschrift:
Studierende der Hochschule Osnabrück stellen Entwurfsplanungen für den Hasefriedhof vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ende 2015 werden mit dem Hase- und dem Johannisfriedhof die beiden ältesten Friedhöfe Osnabrück entwidmet werden. Doch was wird dann aus ihnen? Studierende der Hochschule Osnabrück haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und Konzepte entwickelt. Dabei ist von einem Rätselwald bis zu einer exotischen Kulisse für Hochzeiten alles möglich.
Stoffbahnen, die einen Lebensweg symbolisch darstellen, verbinden die Bäume, nachts erleuchten kleine LED-Lampen, die in Form von Sternen in den Boden eingelassen sind, die Wege. So jedenfalls stellt Almuth Bennett sich die Neunutzung des Hasefriedhofs vor. Ganz anders das Konzept von Carina Köster und Imke Schwanhold: Sie wollen den Friedhof nach seiner Entwidmung als Platz für Hochzeiten nutzen. In der Kapelle von 1866 könnten die Trauungen vollzogen werden, das alte Totengräberhäuschen soll als " offener Bücherschrank" mit Hochzeitsliteratur genutzt werden. Oder wie wäre es mit einem " Rätselwald", in dem die Besucher des Hasefriedhofs durch eine Art Grab-Suchspiel die Geschichte des Friedhofs erfahren?
" Es gab keine Gedankenschranken", sagt Prof. Jürgen Milchert von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück. " Deshalb ist das Spektrum der Entwürfe der Studierenden auch so breit." Seit Anfang 2011 läuft an der Hochschule das Forschungsprojekt " Konzept zur nachhaltigen Nutzung von Kulturdenkmalen mit Grünbestand am Beispiel der Denkmale Hase- und Johannisfriedhof in Osnabrück". Milchert ist dabei zuständig für die Projektleitung, Niels Biewer für die Projektbearbeitung.
1808 wurde der Hasefriedhof eingeweiht. Im Laufe der Jahre wurden etwa 30 000 Menschen auf ihm beigesetzt. Doch die letzte Bestattung ist 20 Jahre her, und am 31. Dezember 2015 werden er und der Johannisfriedhof entwidmet. Zwar werden die Grabsteine und die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude stehen bleiben und auch die Toten nicht in ihrer Ruhe gestört, aber die Friedhöfe gelten dann formal als Parkanlagen.
" Es soll vermieden werden, dass die Friedhöfe dann mit Vandalismus zu kämpfen haben und zu Drogenumschlagsplätzen werden", sagt Milchert. Die Entwürfe der Studierenden sollen deshalb als Ideensammlung dienen und zu Diskussionen anregen.
Die Entwürfe werden derzeit im Geschäft " Blumen Kersten", Bramscher Straße 93 in Osnabrück, ausgestellt.

Bildtext:

Studentin Almuth Bennett mit ihrem Entwurf.

Foto:

Parton
Autor:
cob


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