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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neumarkt-Planungen am Bürger vorbei
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Stadt will Neumarkttunnel zuschütten" (Ausgabe vom 21. Januar).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Schon die Namensbezeichnung , Tunnel′ für die Neumarktpassage ist eine Negativbesetzung, genauso könnte man die Passage auch als , Neumarktbunker′ bezeichnen. Wer in den rot-grünen Fraktionen hasst dieses Objekt eigentlich so, dass er es als Lebenswerk ansieht, dieses Objekt zu vernichten?
Schon zu Beginn der Bauarbeiten wurde seitens der damaligen Opposition an dem Bauwerk kein gutes Haar gelassen. Immer wenn Rot-Grün an der Macht war, wurde versucht, die Passage in Misskredit zu bringen, was sich durch Vernachlässigung der notwendigen Renovierung und Pflege darstellte.
Stattdessen hat man einen oberirdischen Fußgängerüberweg angelegt, bei dem es mehrmals täglich zu Bei naheunfällen kommt, weil viele Fußgänger auch noch bei Rot in die Kreuzung gehen oder gleich einfach die Straße ohne Beachtung der Ampel überqueren […].
Andere Städte wie zum Beispiel unsere Landeshauptstadt Hannover oder auch Leipzig und andere, vor allem größere Städte sind stolz auf ihre unterirdischen Einkaufspassagen. Ist Osnabrück in diesem Punkt eventuell doch zu provinziell?
Sicher muss sich etwas tun, um die durch verwaltungstechnische Hilfe und politischen Willen heruntergekommene Passage wieder flott- und attraktiv zu machen, aber das ist es doch wert. Im Zuge der NeumarktUmgestaltung wäre es zum Beispiel möglich, die Passage zu reaktivieren. Doch dafür fehlt Rot-Grün der Wille […].
Mein Vorschlag: Die Große Straße in Fahrbahnbreite als Rampe ungefähr von Fielmann an in einer , Troglösung′ zur Johannisstraße führen und die vier Neumarkt-Fahrspuren als eine Art Brücke darüber führen. [...] In der Johannisstraße das gleiche Verfahren ab circa dem Supermarkt. Die Rampenlänge wird durch die Steigung vorgegeben, um die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit zu gewährleisten. Der Busverkehr in der Johannisstraße stört dort sowieso immer schon genauso wie der ganztägige Fahrradverkehr. Viele Bekannte und auch ich selbst besuchen deshalb die Johannisstraße kaum, weil es einfach gegenüber der Großen Straße durch den zugelassenen Verkehr unangenehm und gefährlich ist und man sich sehr genötigt fühlt, wenn einen ein Bus [...] vor sich hertreibt. Sicher sind wir nicht in diesem Punkt die Minderheit, die deshalb die Große Straße vorzieht. [...] Eigentlich wäre es die beste Lösung, den Busverkehr in die Große Rosenstraße und dann weiterführend in die Seminarstraße zu , verbannen′. Eine Durchfahrtmöglichkeit wäre rechts neben dem Caritas-Haus, hierfür müsste das nur teilweise nach dem Krieg wieder aufgebaute Gebäude mit dem Möwe-Fahrradladen weichen. Platz für Bushaltesteige wäre jedenfalls in der Großen Rosenstraße und Seminarstraße genug bei zentraler Lage und Gewinnung von Einkaufs- und Lebensqualität für die Johannisstraße und optimaler Anbindung an das geplante Einkaufszentrum. Die Troglösung hat den Vorteil, nach links und rechts aus dem Trog zwei Passagenzweige zu führen, eventuell sogar bis zum VGH-Haus. […]."

Werner Lühring
Osnabrück

Keine Bürgerbeteiligung
" Ich bin entsetzt darüber, dass Entscheidungen, die auf Jahrzehnte Tatsachen schaffen, offensichtlich ohne Beteiligung der Bürger getroffen werden. Allein der zeitliche Zusammenhang des Vorschlags von Herrn Günter Hasselmann (NOZ vom 19. Januar), den Neumarkttunnel als Unterführung für Pkw zu nutzen, und die Mitteilung, dass der östliche Teil verfüllt werden soll (NOZ vom 21. Januar), lässt den Eindruck entstehen, die Politiker hätten Angst bekommen, ihre Pläne könnten vom Bürgerwillen durchkreuzt werden.
Was ist denn bitte die Aufgabe des Stadtrates, wenn nicht die, den Bürgerwillen umzusetzen? Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber zumindest die Kommentare von zehn weiteren Personen im Internet auf noz.de zeigen, dass auch andere den Vorschlag von Herrn Hasselmann prüfenswert finden. Dass Mindeste wäre meiner Meinung nach, dass dieser Vorschlag vom Rat diskutiert und das Ergebnis dieser Diskussion veröffentlicht wird!"

Hendrik Böwer
Osnabrück

Genialer Plan
" Der Plan von Herrn Hasselmann zur Gestaltung des Neumarktes mit Busschleifen, Pkw-Tunnel und einer großen verkehrsfreien Fläche ist so einfach und doch genial. Wenn Verkehrs- und Städtebauplaner diese Version als realisierbar einstufen, könnten alle nur davon profitieren: Alt- und Neustadt würden endlich zusammenwachsen, Fußgänger ungehindert beim Einkaufen flanieren oder in Straßencafés verweilen und gegebenenfalls Busse in alle Richtungen erreichen, der ungenutzte Fußgängertunnel würde einem fließenden Pkw-Verkehr dienen, der Stadtsäckel wäre bei dieser preiswerteren Alternative entlastet, und Theodor Bergmann könnte ohne Widerstände seinen Neubau verwirklichen.
Welches Ratsmitglied kann dann noch Nein sagen bei einer erneuten Abstimmung? Vielleicht kommt ein alter Hase′ mit seiner Idee noch vor den jungen Planern ans Neumarkt-Ziel? Ich drücke Herrn Hasselmann und uns Bürgern die Daumen."

Angelika Große Extermöring
Osnabrück

Vorschlag nicht neu
" Der Vorschlag von Herrn Hasselmann hat was, aber leider auch zwei Haken: Erstens ist er nicht neu, denn eine Tunnelung hat Architekt Hans Rickmann schon in den 60er-Jahren probiert, andererseits müssten alle Busreisenden umsteigen, was zum Beispiel für die, die den Bahnhof erreichen wollen, nicht zumutbar wäre. Andere Fragen wie Anlieferung, Durchgangsverkehr und städtebauliche Belange wären mit seinem Vorschlag lösbar. Ob sein Vorschlag verkehrstechnisch oder bautechnisch machbar wäre, ist noch die nächste Frage. [...]"

Stefan Middelberg
Osnabrück

Neustart wagen
" Herr Lahmann-Lammert bemerkt sehr richtig, dass die überirdische Querung des Neumarktes 2001 das vermeidbare Aus für den Neumarkttunnel bedeutet hat. Nach der erfolglosen Wiederbelebung 2005, in die fast drei Millionen Euro investiert wurden, kam 2011 trotz des Widerstands der Mieter oder derjenigen Osnabrücker, welche den Tunnel gerne nutzten, die Schließung.
Die Umwidmung des Tunnels als Gourmettreffpunkt verlief ebenso wie die Umplanung als Spielwiese für Lichtkünstler oder Fahrradbunker erfolglos. Diese planerischen Klimmzüge veranlassten die NOZ am 1. April 2010 zu mutmaßen, dass man vielleicht auch den Osnabrücker Zoo oder das Opossum Heidi als Nachmieter begeistern könne. Angeblich sei eine Untertunnelung nicht mehr zeitgemäß, ein Neumarkt mit reduziertem Verkehr sei trotz des überlasteten Walls und ohne Entlastungsstraße anzustreben, die unterirdische Querung sei den Bürgerinnen und Bürgern heutzutage nicht mehr zu zumuten die Verschwendung von Steuergeldern aber sicherlich auch nicht.
Die Zuschüttung der , besten Neueinrichtung der Stadt seit vielen Jahren′ (Zitat " Osnabrücker Tageblatt" 1964) würde auch den Buchwert des durch Steuergelder gebauten öffentlichen Eigentums vernichten dieser Buchwert wurde auch bemüht, um die marode Stadthalle zu erhalten.
Nachdem Millionen von Steuergeldern in den Hasesand gesetzt worden sind und bevor noch einmal 5, 5 Millionen Euro für die Zuschüttung des Tunnels aufgenommen werden müssen warum wird der bereits bezahlte Neumarkttunnel nicht einfach wieder eröffnet und auf die überirdische Querung verzichtet? Die Gewerbesteuern [...] würden den klammen Stadtsäckel wie den Abbau der überirdischen Fußgängerampeln entlasten, die Mieten den Erhalt mitfinanzieren bis wirklich überzeugende Konzepte der Nutzung oder Umwidmung vorliegen. Diese kostengünstige Entscheidung erfordert natürlich Eingeständnisse und den Mut aller Beteiligten vielleicht ein zu hoher Preis, bevor der Tunnel wegen der zu erwartenden erhöhten Verkehrsdichte wieder ausgegraben werden muss."

Dr. Steffen Grüner
Osnabrück

Intelligente Lösungen
"[...] Nach der Entscheidung des Stadtentwicklungsausschusses [...] soll nun mit der Zuschüttung des Ostteils des Neumarkttunnels begonnen werden. Eine klare Ansage, die gleichzeitig jede weitere Diskussion des leidigen Themas beendet. Wieder einmal werden Millionen Steuergelder im wahrsten Sinne des Wortes verbuddelt′, anstatt sich einmal intensiver mit dem Gestaltungsplan des Rentnerarchitekten′ Westermann zu befassen und diesen auch für einen Bürgerentscheid auszuschreiben. [...]
Es soll doch immer wieder der vom jetzigen Rat geforderte Bürger mit ins Boot′ genommen werden. In diesem Fall jedoch eher ins Loch. Zuschaufeln kann jeder. Intelligente Lösungen sehen anders aus. Was sind heute schon Millionen, wenn doch nur noch Milliarden in der öffentlichen Diskussion stehen? Die schon sehr hohen Steuerschulden der Stadt einmal ein bisschen zu erhöhen fällt doch gar nicht mehr auf. Aber vielleicht gibt es für den Kämmerer ja auch bald eine Bad Bank, und weg ist das schmutzige Geld. [...]"

Rolf Dinnesen
Osnabrück
Autor:
Werner Lühring, Hendrik Böwer, Angelika Große Extermöring, Stefan Middelberg, Dr. Steffen Grüner, Rolf Dinnesen


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