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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Bäume für die Bremer Straße
Zwischenüberschrift:
Die Verwaltung will eine Spur pro Richtung – Die CDU kritisiert "Luxussanierung"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Bremer Straße soll schöner werden und sicherer. Ende des Jahres will die Stadt mit dem Abschnitt bis zum Gartlager Weg beginnen, wie Verkehrsplaner Matthias Drees während des Bürgerforums Gartlage/ Schinkel/ Schinkel-Ost/ Widukindland erläuterte.

Deckensanierung, pro Richtung eine Fahrspur für Autos, allerdings mit zusätzlichen Abbiegespuren, eine verkürzte Busspur, mehr Platz für Radfahrer, Mittelinseln mit Bäumen und Überquerungshilfen für Fußgänger so lässt sich die geplante Operation zusammenfassen.

Die Bushaltestellen sollen zwar länger werden, doch die Buchten verschwinden den Plänen nach. Und die jetzt 340 Meter lange Busspur soll auf 120 Meter zwischen der Borsig- und der Schützenstraße verkürzt und außerdem in " Umweltspur" umbenannt werden. Die Busse halten an den drei Stellen " Osnatel-Arena", " Schützenstraße" und " Gartlager Weg" behindertengerecht am Fahrbahnrand. Auch ohne die Buchten sollen Autos an ihnen vorbeifahren können.

Auf Bildern ist bereits jetzt die unterbrochene Baumreihe auf den 2, 10 bis 2, 80 Meter breiten Mittelinseln zwischen den Fahrspuren zu bewundern. Nur auf dem Abschnitt von der Schützenstraße bis zum Hunteburger Weg ist kein Platz für sie. " Dort ist es zu eng", erläuterte Verkehrsplaner Drees. Die Radwege werden danach künftig 1, 60 bis 2 Meter breit sein.

Stadtauswärts wird es den Plänen nach zwischen der Hunteburger Straße und dem Gartlager Weg drei Spuren geben: geradeaus, eine Linksabbiegerspur und eine, die nach rechts in die Weberstraße führt. So würde der Knotenpunkt weniger unfallträchtig sein, berichtete Drees. Nach dieser Kreuzung soll die zweispurige Fahrbahn in Richtung Belm bleiben.

Die CDU ist gegen diese Pläne, wie sie gestern mitteilte. Sie sieht darin eine " Luxussanierung". Anette Meyer zu Strohen, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, und Claudia Schiller, Ratsfrau aus Schinkel und Widukindland, teilten schriftlich mit: " Die geplante Umgestaltung der Bremer Straße im Zuge der Fahrbahnsanierung, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, lehnen wir aus Kosten- und verkehrspolitischen Gründen ab." Anders als die Verwaltung befürchtet die CDU gravierende Auswirkungen auf den Autoverkehr. Die Einschätzung der Planer sei " völlig unrealistisch".

Die CDU hatte bereits den Umbau der Bohmter Straße als " unnötig" und " maßlose Ausgabe von Steuermitteln" bezeichnet. Für die Bremer Straße könne die Verwaltung die Kosten überhaupt noch nicht beziffern, schrieben Anette Meyer zu Strohen und Claudia Schiller. Die CDU unterstütze zwar Fahrbahnsanierungen, doch: " Nicht notwendige Luxussanierungen mit unnötigen Pflanzaktionen und einer nicht sachgemäßen Beschränkung des Individualverkehrs lehnen wir allerdings ab, da wir bei allen Entscheidungen den Geldbeutel der Steuerzahler im Blick haben."

Bildtext:

Die Bremer Straße stadteinwärts jetzt und künftig: Die Stadt will die Bremer Straße nicht nur sanieren, sondern auch deutlich verschönern und sicherer gestalten. Die Fotomontage der Verkehrsplaner zeigt, wie es dort im kommenden Jahr aussehen soll. Nur die Bäume werden zum Wachsen etwas länger brauchen.

Autor:
Jann Weber


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