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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hotel Bracksiek war Treffpunkt in Schledehausen
Zwischenüberschrift:
Rätsel um "Halunkenweg" ist gelöst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Für viel Gesprächsstoff sorgte das unbekannte Foto vom " Halunkenweg" in der vergangenen Woche.
Edeltraut Meyberg erkannte auf dem Bild hinten links ihr Elternhaus an der Gustav-Tweer-Straße und setzte sich mit ihren Verwandten in Verbindung. Der Artikel mit dem Foto wurde sogar zu einem Bruder nach Südafrika gefaxt. Das Haus der Familie Meyberg wurde am 12. Dezember 1944 durch eine Luftmine zerstört, erzählte uns Meyberg. Das Foto kann also nicht, wie angenommen, 1952 aufgenommen worden sein.
Der " Halunkenweg" war für Edeltraud Meyberg der kürzeste Weg zur Neustädter Volksschule am damaligen Hindenburgplatz. Sie benutzte den Pfad häufig, obwohl die Eltern ihr verboten hatten, den Weg alleine zu gehen, denn er markierte das " Ende der Stadt".
Wie gefährlich es dort war, lässt schon der Name " Halunkenweg" erahnen. Doris Golbeck berichtete, wie der Pfad zu seinem Namen kam: " Mein Großvater, der Malermeister Jakob Wiegand, hat diesen Weg in der Nachkriegszeit regelmäßig mit seinem Fahrrad benutzt und wurde dort von unbekannten Männern angegriffen. Er konnte sich jedoch wehren und kam mit leichten Kratzern davon. Da ihm der dunkle Weg immer ein Dorn im Auge war, schrieb er an die Osnabrücker Zeitung und bezeichnete diesen Weg als‚Halunkenweg′. [. . .] Der Artikel wurde auch seinerzeit veröffentlicht."
Peter Stoffels schrieb auf OS-Nachbarn.de, wie er daran " mitgearbeitet" hat, aus dem " Halunkenweg" eine ordentliche Straße zu machen: " Den sogenannten Halunkenweg′ [. . .] bin ich jeden Tag auf meinem Schulweg zur Teutoburger Schule gegangen. An der Brücke haben englische Soldaten mal ein Manöver abgehalten. Wir Jungens haben die Militärausrüstung bestaunt, vor allen Dingen die Waffen. [. . .] Bei dem Bau der Parkstraße habe ich mir einen fürchterlichen Sonnenbrand geholt. Damals spielten wir oft im Sand der Baustelle, Spielplätze gab es ja nicht. Nach dem Verlegen der Rohre hatte ich sehr großen Spaß daran, den Graben zuzuschaufeln. Dabei habe ich immer mit dem Rücken zur Sonne gestanden."
Das neue unbekannte Foto zeigt das Hotel Bracksiek in Schledehausen. Von 1872 bis 2006 prägte die Gaststätte das Ortszentrum. Familien und Vereine feierten hier, auch einige Prominente waren zu Gast. Erzählen Sie uns Ihre Erinnerungen an Feste, Wirtsleute und Gäste.

Weitere alte Fotos auf
www.os-nachbarn.de

Bildtexte:
Das Hotel Bracksiek war mehr als 100 Jahre lang Treffpunkt in Schledehausen. Heute befindet sich an diesem Ort die Senioreneinrichtung Haus am Bredberg.
Gefährlich war der " Halunkenweg" zwischen der Kokschen Straße und der Sutthauser Straße.

Fotos:
Archiv, Paul Petschkuhn
Autor:
r.


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