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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Immer im richtigen Licht
Zwischenüberschrift:
Fühler steuert Straßenbeleuchtung – Stadtwerke wollen sparen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sie begleitet uns täglich auf vielen unserer Wege, und doch nehmen wir sie meist kaum wahr. Trotzdem ist die Straßenbeleuchtung in der Dunkelheit unverzichtbar, um sowohl die Verkehrssicherheit zu gewährleisten als auch zur öffentlichen Ordnung und Sicherheit beizutragen. Bei den Stadtwerken und der Stadt Osnabrück ist das Thema Beleuchtung schon seit einigen Jahren von Bedeutung, und gemeinsam wurde ein Masterplan erstellt, um die Straßenbeleuchtung sukzessive den heutigen Anforderungen anzupassen.
Im Osnabrücker Stadtgebiet gibt es zurzeit etwa 23 600 Straßenleuchten. Zusammen verbrauchen diese eine Gesamtenergie von rund sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr. " Pro Leuchte sind das circa 300 kWh", erklärt Burghard Gutowski, Leiter Netzplanung bei den Stadtwerken Osnabrück. " Unsere Zielsetzung bis 2016/ 2017 ist es, den Energieverbrauch auf 250kWh zu senken." Damit würden auch die Kosten für den Betrieb der Straßenbeleuchtung, die zurzeit etwa bei drei Millionen Euro im Jahr liegen, sinken. Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg.
Im Jahr 2009 wurde der Masterplan Straßenbeleuchtung von der Stadt, die entscheidet wo und in welchem Maße Straßen beleuchtet werden müssen, und den Stadtwerken, die für die Planung, den Bau und Betrieb zuständig und seit Anfang 2010 auch Eigentümer der Straßenbeleuchtung in Osnabrück sind, festgelegt. " Hintergrund war die Einstellung der Produktion von Quecksilberdampflampen, die früher als Leuchtmittel eingesetzt wurden", erläutert Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter Straßenbau der Stadt Osnabrück. " Bis 2015 müssen deshalb alle Leuchten ausgewechselt werden. Allein in diesem Jahr sollen 2600 Straßenleuchten komplett ersetzt werden." Die Quecksilberdampflampen werden sukzessive durch energiesparende Kompaktleuchtstofflampen oder LEDs ersetzt. Leuchtentyp, Masthöhe, Mastfarbe und Lichtfarbe werden dabei je nach Straßenkategorie und dem notwendigen Beleuchtungsniveau festgelegt. " Hauptverkehrsstraßen müssen selbstverständlich stärker beleuchtet werden als Wohnstraßen", fügt Schmidt hinzu. Durch den Austausch der Leuchten werden Energieeinsparungen von durchschnittlich 50 bis 60 Prozent erreicht, möglich sind sogar bis zu 80 Prozent. Am neu gestalteten Rosenplatz konnte der Verbrauch durch die Umstellung auf LED-Leuchten von 11 000 kWh auf 7100 kWh gesenkt werden, was wiederum zu einer Verringerung des CO 2 - Ausstoßes um 3400 kg pro Jahr führt.
Wann in Osnabrück die Straßenbeleuchtung ein- beziehungsweise ausgeschaltet wird, richtet sich nach der Beleuchtungsstärke des Tageslichts und wird vollautomatisch geregelt. Ein Tageslicht-Beleuchtungsmessgerät auf dem Dach der Netzleitstelle der Stadtwerke Osnabrück misst den Lux-Wert. Dieser Wert wird an die Netzleitstelle weitergeleitet, die dann ab einer Beleuchtungsstärke von 40 Lux in den Wintermonaten die Straßenbeleuchtung automatisch einschaltet. " Vorher erfolgt jedoch noch ein Abgleich mit dem Astrokalender, der den Zeitpunkt von Sonnenaufgang beziehungsweise Sonnenuntergang vorgibt", sagt Ulrich Clausmeyer, Leiter Netzführung der Stadtwerke Osnabrück. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Beleuchtung zum Beispiel bei einer Sonnenfinsternis eingeschaltet wird. Im Winter wird die Helligkeit der neueren Leuchten ab 20 Uhr noch einmal um 50 Prozent reduziert, sodass noch einmal 30 Prozent weniger Energie verbraucht wird. " Wir versuchen stets, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten", sagt Gutowski.
Der aktuelle Masterplan Straßenbeleuchtung bezieht sich ausschließlich auf die Straßenbeleuchtung außerhalb des Wallringes. Ein Masterplan für die Innenstadt wird 2012 in Angriff genommen. " Da müssen dann vor allem gestalterische Mittel berücksichtigt werden", so Fachdienstleiter Schmidt.
Falls in Osnabrück mal eine Straßenbeleuchtung aus ist, kann das bei der zentralen Störungsstelle der Stadtwerke unter der Nummer 05 41/ 20 02-15 51 gemeldet werden. " Oft ist der Ausfall der Lampen eine Folge von Vandalismus", sagt Ann-Christin Gottschling aus der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke. " Vandalismus bei der Straßenbeleuchtung ist ein großes Problem und verursacht jährlich Kosten in Höhe von 130 000 Euro. Deshalb sind wir für jeden Hinweis dankbar."

Bildtexte:
Nachts muss die Beleuchtung in den Straßen der Stadt stimmen.
Für Automatik sorgt ein Tageslicht-Beleuchtungsmessgerät (2. von rechts) auf der Netzleitstelle.
Die Stadtwerke sind zuständig für die Straßenbeleuchtung in Osnabrück. Hier kontrollieren Burghard Gutkowski und Ulrich Clausmeyer (rechts) die Anzeige für die Steuerung der Straßenlaternen.
LED-Lampen sind die neueste Technik, die bei der Straßenbeleuchtung getestet wird.

Foto:
Gert Westdörp, Stadtwerke, Elvira Parton, Hermann Pentermann
Autor:
Nancy Gorylla


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