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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neuer Eingang für die Osnabrückhalle
Zwischenüberschrift:
Ein Blick auf die Umbaupläne – Mehr Licht und bessere Technik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit neuen Tapeten und frischer Farbe ist es nicht getan. Die Osnabrückhalle wird durch die geplante Sanierung einen anderen Eingang, eine neue Achse und topmoderne Haustechnik erhalten. Die Sanierung ist beschlossene Sache. Gesamtkosten: 18 bis 20 Millionen Euro. Ein Blick in die Pläne.
Kennen Sie das auch? Sie begleiten einen ortsfremden Gast zu einer Veranstaltung in der Osnabrückhalle und müssen ihn zum Eingang dirigieren. Denn auf Anhieb ist die gut getarnte Tür am Schlossgarten nicht zu erkennen. Die Orientierungsprobleme setzen sich Innern fort. Wo bitte ist die Garderobe? Wo der Aufgang zum großen Saal?
Das wird nach dem Konzept der Essener W + P Projektabwicklungsgesellschaft anders werden: Osnabrücks zentrales Veranstaltungshaus erhält ein großzügigeres, gläsernes Portal, das Besuchern sofort signalisiert: Hier geht es hinein. Der Eingang wird den Blick der Gäste, die vom Neuen Graben kommen, auf sich ziehen und sie auf direktem Weg ins Haus leiten. Außerdem wird es eine Vorfahrt geben, sodass Gäste direkt am Eingang abgesetzt werden können.
Das setzt zwei tief greifende Eingriffe in den Bau voraus: Die Zufahrt zur Tiefgarage draußen und die große Treppe zum Europasaal drinnen werden verschwinden. Die heutige Raucherterrasse im zweiten Obergeschoss soll überbaut und in den Eingangsbereich integriert werden. Der neue Eingang gibt dem Haus eine andere, klar nachvollziehbare Achse. Im Foyer entstehen die zentrale Garderobe, ein großzügiger Sanitärbereich, ein Info-Schalter für die Abendkasse und ein Ticketshop mit separatem Eingang vom Schlossgarten. Angedockt werden zwei Konferenzräume, einer davon wird teilbar sein.
Der Europasaal, der über eine frei stehende Treppe zu erreichen sein wird, bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Der Parkett-Boden und die Wände werden aufgearbeitet. Die Holzverkleidung soll " hell und freundlich erschienen", die Verkleidung des Oberrangs und eine neue, helle Decke sollen " weitere Akzente setzen", wie es im Konzept heißt. Die Planer schlagen Tageslichtstreifen in der Decke vor, um eine natürliche Lichtatmosphäre zu schaffen.
Erheblichen Nachholbedarf sehen die Planer bei der Show- und Bühnentechnik im Europasaal. Die Gesamtkonzeption und Geräteausstattung entspreche dem Stand der Siebzigerjahre und den Ansprüchen der damaligen Zeit. Eine moderne Elektroinstallation, eine zweite Beleuchtungsbrücke, leistungsfähige Leitungen, moderne Beleuchtung und Tontechnik seien zwingend erforderlich. Andernfalls werde der Europasaal " über keinerlei Wettbewerbsfähigkeit verfügen".
Der erste Bauabschnitt kostet 13, 1 Millionen Euro. Die Finanzierung soll über die städtische Finanzholding OBG (Osnabrücker Beteiligungsgesellschaft) abgewickelt werden. Rund vier Millionen Euro stehen aus dem Verkauf der Osnatel-Anteile zur Verfügung. Die restlichen Mittel muss sich die OBG auf dem Kapitalmarkt besorgen. Die Investition in die Stadthalle wird die OBG anfangs mit jährlich einer Million Euro für Abschreibungen und Zinsen belasten. Den Betrieb der Stadthalle bezuschusst die Stadt zurzeit mit zwei bis 2, 5 Millionen Euro.
Dieser Zuschuss werde spürbar sinken, wenn die Osnabrückhalle wieder voll wettbewerbsfähig sei und höhere Mieteinahmen erziele, sagt Finanzchef Horst Baier. Aktuell liegen die Mieten unter dem Branchendurchschnitt.
Ehrgeiziger Zeitplan
Die geplante Sanierung lässt Spielraum für den Bau eines Hotels an der Stelle des früheren Gewerkschaftshauses. Der Umbau werde so umgesetzt, dass sich ein Hotel optisch und technisch nahtlos anfügen ließe.
Offen ist weiterhin, ob der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann. Die Ausschreibungen sind nach Angaben der Stadt zwei Monate in Verzug. Die Osnabrückhalle muss für den Umbau mindestens ein halbes Jahr geschlossen werden. Geplanter Zeitraum: März bis August 2013. Im September 2013 ist eine Großveranstaltung bereits fest gebucht, sodass eine Verschiebung oder Verlängerung der Bauarbeiten um ein bis zwei Monate nicht infrage kommt, wie Hallen-Chefin Sandra Gagliardi betont. Die Alternative ist die Verschiebung um ein ganzes Jahr auf 2014. Die Entscheidung soll spätestens Ende Februar fallen.

Bildtext:
Perspektive 2013: Das neue Foyer (Grafik oben) verschiebt die innere Achse der Osnabrückhalle. Die Einfahrt zur Tiefgarage (Foto unten) wird überbaut und eine Vorfahrt zum Eingang geschaffen.

Grafik:
Stadt Osnabrück

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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