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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jetzt geht′s nur noch abwärts!
Zwischenüberschrift:
Neue Sloop-Rutsche im Nettebad seit gestern in Betrieb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vier, drei, zwei, eins, Start! Die Falltür, ein spitzer Schrei, ein jäher Absturz. Christine Westmeyer, Architektin, ist soeben in die Unterwelt abgetaucht. Das Nettebad hat die neue Sloop-Rutsche freigegeben. Wer sich auf die 94 Meter lange Steilbahn traut, erlebt den abrupten Wechsel zwischen Todesahnung und Glücksgefühl.
Gestern hatte Stadtwerke-Vorstand Manfred Hülsmann als erster Badegast die Ehre. Badleiter Tilo Schölzel führte pressewirksam einen Countdown vor, als würde gleich ein Raumschiff starten. Doch bei " null" passierte nichts, Hülsmann stand wie vergessen und nicht abgeholt auf der Startrampe.
Noch einmal ließ der Operator am Pult die Tür der Plexiglas-Röhre kontrollieren, noch einmal drückte er aufs Knöpfchen und der Ehrengast war verschwunden, bevor es jemand bemerkt hatte. 6, 67 Sekunden brauchte der Stadtwerke-Chef für seinen Höllentrip das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50, 73 Stundenkilometern.
In dreimonatiger Bauzeit wurde der Rutschenturm auf 23 Meter Höhe aufgestockt und eine 80 Zentimeter dicke Röhre aus 40 Elementen montiert. Wenn sich die Bodenluke öffnet, geht es im freien Fall nach unten. Erst nach sieben Metern bekommt der Körper Kontakt mit der Plastikschale, die ihn umgibt.
Eigentlich sollte die neue Nettebad-Attraktion schon Mitte Dezember freigegeben werden. Doch das Bauordnungsamt brauchte noch eine statische Berechnung für die zweite Tragsäule, obwohl sie für die Stabilität gar nicht notwendig gewesen wäre. Am Freitag vor Heiligabend gab es endlich grünes Licht.
Wer rutschen will, muss mindestens zwölf Jahre alt und kerngesund sein. Badegästen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bandscheibenproblemen wird von der Benutzung der neuen Sloop-Rutsche abgeraten. Und wer mehr als 100 Kilo wiegt, darf seine Füße nicht auf die Falltür setzen.
Die Stadtwerke versprechen sich von der Super-Rutsche, dass sie die Besucherzahlen für das Nettebad weiter nach oben treibt. In diesem Jahr wurde die Millionen-Marke schon geknackt.

Bildergalerie
und ein os1.tv-Video
auf www.noz.de

Bildtexte:

Und weg ist sie: Hier öffnet sich gerade die Falltür für Architektin Christine Westmeyer.

94 Meter purer Spaß: Die türkisfarbene Röhre gehört zur neuen Superrutsche.

Fotos:

Michael Hehmann
Autor:
rll


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