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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stadtring und Ausfallstraßen in Osnabrück
Artikel:
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Originaltext:
Verkehrsprobleme im Blickfeld des Generalverkehrsplanes:

Stadtring und Ausfallstraßen in Osnabrück

Im Hinblick auf die bevorstehenden Arbeiten im neuen Haushaltsjahr und mit Rücksicht auf die Untersuchungen des Generalverkehrsplanes nimmt der Stadtring eine bevorzugte Stellung ein. Aus verschiedenen Gründen ist zwar nicht zu sagen, wie weit der Ausbau des Ringes noch in diesem Jahr vorangetrieben werden kann. Das wird auch erklärlich, wenn man an die aufzuwendenden Kosten, an die Grundstücksverhandlungen sowie an die noch laufenden Untersuchungen zum Generalverkehrsplan denkt. Die Linienführung des inneren Stadtringes liegt bekanntlich fest. Dabei bleibt es sich letzten Endes gleich, ob die Arbeiten an der Kommenderiestraße, am Petersburger Wall oder am Schillerplatz zuerst aufgenommen werden. Die Fluchtlinien sind gesetzt. Wie aber die Fahrbahnabmessungen, ob 12 oder 16 Meter, und die anrainenden Parkflächen gedacht sind, kann begreiflicherweise nicht beantwortet werden. Auch in diesem Falle hängt die Schlußbilanz von den Arbeiten Professor Schlums ab.

Stadtring als letzte Chance

Es dürfte fernerhin klar sein, daß der Stadtring auf Jahrzehnte hinaus die letzte Chance zu einer flüssigeren Verkehrsführung sein kann. Nicht umsonst lehnt sich darob das geplante Zubringernetz soweit wie möglich an die bestehenden Linienführungen an. Sie beschränken sich auf die Hauptadern der Außenstadt wie der Innenstadt und können für beide Fälle einen vorläufigen und einen endgültigen Ausbau vorsehen. Der Stadtring dient, um dieses einmal nachdrücklich herauszustreichen zu einer Abschirmung des Geschäftszentrums gegen zielfremden Verkehr. Irgendwelche Vorkehrungen, um später die zweite Ebene in Erwägung zu ziehen, sind nutzlos und werden auch nicht im Generalverkehrsplan ernsthaft berücksichtigt. Diese Form der Trennung, wie sie in Hannover möglich sein wird, ist eines der billigsten Mittel und dürfte in Osnabrück noch außerhalb der Innenstadt möglich sein, also außerhalb des Stadtringes. Eine vertikale Auflockerung der Innenstadt kann mit Hilfe der zweiten Ebene nicht mehr erfolgen. Es dürfte ferner zu bezweifeln sein, daß Osnabrück jemals in die Lage kommen könnte, den öffentlichen Verkehr unter die Erde zu legen. Derartige Experimente lohnen bei einer Mindesteinwohnerzahl von 400 000 Einwohnern.

Ausfallstraßen

Auch die Ausfallstraßen halten sich an die bestehenden Linienführungen, über die die Masse des öffentlichen Verkehrs geschleust wird. Die Straßen selbst sind zum großen Teil noch ausbaufähig. Es bleibt an dieser Stelle darauf zu verweisen, daß die Stadtgrenze nicht unbedingt mit der Wartungspflicht der Ausfallstraßen übereinstimmen muß. So liegt der Straßenausbau der B 68 in Haste nur bis zum Fürstenauer Weg in den Händen der Stadt. Darüber hinaus obliegen die Arbeiten dem Straßenbauamt. Das gleiche gilt für die Bremer Straße im Zuge der kombinierten B 51 und B 65, die bis zum Ickerweg von der Stadt zu unterhalten ist. Wie geschickt dieser Ausbau erfolgen kann, hat der kürzlich fertiggestellte Ausbau der Bremer Straße unter Beweis gestellt.
Ein wichtiges Problem der Ausfallstraßen stellen die Verbindungen untereinander dar. Eine wahre Verwirklichung tritt erst mit dem Bau der äußeren Umgehungsstraße ein. Das dürfte noch auf sich warten lassen. Osnabrück ist eine vom Kriege schwer geprüfte Stadt und muß erst einmal im Innern der Stadt den vielen Wünschen nachkommen, ehe die äußere Umgehung in die Hand genommen wird. Andere Städte, die nicht vom Kriege in Mitleidenschaft gezogen wurden oder über einen besseren finanziellen Rückhalt verfügen, können eher an eine Umgehung denken.
Die Verbindung der Ausfallstraßen untereinander kann aber auch einstweilen (bis zum Bau der äußeren Umgehung) mit einem Busnetz als Verbindungs- und Zubringerdienst bedient werden.

Blick auf den Generalverkehrsplan

Je nach der Belastung der Ausfallstraßen und nach der berechneten Aufnahmefähigkeit des Stadtringes während der Flutstunden wird sich überhaupt die gesamte Verkehrsstruktur richten müssen. Es kann dabei Unterteilungen im Einbahnverkehr geben. Ob diese Verkehrseinrichtungen auf die Hauptstraßen zu übertragen sind, bleibt fraglich. Die Ausfallstraßen stellen die wichtigsten Radikalen dar, die den Rhythmus des Stadtringes bestimmen. Der Stadtring ist die Umfahrungsstraße der City für jenen Verkehr, der nicht die City zum Ziel hat. Unter diesem Blickpunkt haben junge Ausfallstraßen besonderen Wert, worunter in erster Linie die Parkstraße und die Hansastraße fallen. Sie erlauben vielleicht eine großzügige Einbahnführung.


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