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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Denkmal gegen rechts wieder aktuell
Zwischenüberschrift:
Zwei neue Info-Tafeln geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ihr Schicksal wird auf bedrückende Weise wieder aktuell: Matthias Erzberger und Walther Rathenau wurden in den 1920er-Jahren von Rechtsextremen ermordet. Künftig sollen zwei Tafeln an dem Denkmal Erläuterungen zu den Politikern und der Geschichte des Denkmals liefern.

Einen entsprechenden Antrag der CDU hatte der Rat mit einer Gegenstimme beschlossen. " Eigentlich", so führte der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde in einer Begründung an, sollte nur an drei bedeutende Demokraten der Weimarer Republik erinnert werden. An den SPD-Vorsitzenden und ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925). An den 1921 von rechtsterroristischen Attentätern ermordeten Zentrumspolitiker Matthias Erzberger. Und an den 1922 von Rechtsextremen ermordeten liberalen Politiker Walther Rathenau.

Die Geschichte der drei Männer gewinne nun neue Bedeutung, sagte Brickwedde: " Denn heute gibt es wieder Gruppen, die sich nationalsozialistisch nennen und über Jahre morden." Deshalb müsse das republikanische Denkmal wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden. So könnten unter anderem auch in den Schulen, in der Volkshochschule und in Museen die Geschichte der drei Politiker und die des Denkmals behandelt werden.

Das Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmal war bereits in den politisch unruhigen Zeiten der Weimarer Republik heftig umstritten. Schon vor der Grundsteinlegung am 1. Juli 1928 hatten, wie in der Grundsteinurkunde erwähnt wird, " ruchlose Hände den Sockel beschädigt". Keine fünf Jahre später, am 15. Mai 1933, wurde das Denkmal von SA-Männern abgerissen. 1983 wurde es nach altem Vorbild wieder aufgebaut und 2000 saniert.

Bildtext:
Das Denkmal am Herrenteichswall erinnert an die Schicksale von Matthias Erzberger und Walther Rathenau, die von Rechtsextremen ermordet wurden.
Foto:
Archiv
Autor:
Ulrike Schmidt


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