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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fehlstart: Rutsche bleibt gesperrt
Zwischenüberschrift:
Statische Unterlagen nicht vollständig – Inbetriebnahme kurzfristig abgesagt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Inbetriebnahme der neuen Superrutsche im Osnabrücker Nettebad ist gestern kurzfristig abgesagt worden. Der Grund: Die statischen Berechnungen für die Konstruktion der Rutsche sind nicht vollständig. Das war erst während der offiziellen Abnahme am Morgen aufgefallen. Eine Freigabe war nicht möglich. Ein neuer Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Von der Entwicklung wurden Bäderchef Wolfgang Hermle und sein Team kalt erwischt. Für 8 Uhr war ein Ortstermin mit der städtischen Bauaufsicht vereinbart, um die Betriebserlaubnis für die Superrutsche zu erhalten. Alle hatten mit einem formalen Vorgang gerechnet. Doch bei Durchsicht der Papiere beanstandeten die Fachleute, dass statische Berechnungen für einen Stahlausleger fehlen.

" Wir sind mit dem Glauben in den Termin gegangen, dass alle Unterlagen vollständig sind", sagte Wolfgang Hermle am Nachmittag. Da die Superrutsche in die vorhandene Konstruktion eingebunden sei und der zusätzliche Träger die Statik nachgewiesen entlaste, war der Pullacher Rutschenhersteller Wiegand und Maelzer davon überzeugt, keine neue Gesamtberechnung bereitstellen zu müssen. Diese Auffassung teilte die Bauaufsicht nicht. Die fehlende Dokumentation soll jetzt so schnell wie möglich nachgereicht werden, muss dann aber noch von einem unabhängigen Prüfstatiker bewertet werden.

Warum die Abnahme unmittelbar vor der geplanten Inbetriebnahme stattgefunden hat, erklärte der Bäderchef gestern mit dem engen Zeitplan des Bauvorhabens. Wann die Superrutsche mit Namen " Sloop" nun an den Start geht, ist noch unklar. Er wolle niemanden unter Druck setzen, sagte Wolfgang Hermle, aber vielleicht klappe es ja noch vor Weihnachten. Immerhin sei jetzt die Zeit des Wünschens.

Die TÜV-Abnahme war am Freitag reibungslos über die Bühne gegangen. Nach Ansicht des Bäderchefs sind damit alle sicherheitsrelevanten Punkte erfüllt. Er wies darauf hin, dass die Superrutsche des Nettebades mit Bauteilen aus Kanada erstmals so in Europa realisiert wurde. Es gebe kein Vergleichsobjekt. Das habe die Situation insgesamt erschwert. Daher sei auch keine Sonderregelung für eine Freigabe möglich gewesen.

" Alle am Rutschenprojekt Beteiligten müssen sich jedenfalls an die eigene Nase packen und hinterfragen, wo es im Projektmanagement gehakt hat", zieht der Bäderchef ein bitteres Fazit. Ziel sei es weiterhin, die " Sloop"- Rutsche so schnell wie möglich offiziell in Betrieb nehmen zu können. " Natürlich erst dann, wenn alle erforderlichen Genehmigungen endgültig vorliegen."

Wolfgang Hermle bat gestern die Badegäste um Verständnis. Die beiden bestehenden Rutschen sind ab heute wieder geöffnet.

Bildtext:
Da war die Welt noch in Ordnung: Der TÜV hatte bei der Abnahme am Freitag keinen Grund zur Beanstandung der neuen
Superrutsche im Nettebad.

Foto:
Uwe Lewandowski
Autor:
Holger Jansing


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