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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grundschulen werden zum Streitfall
Zwischenüberschrift:
Ausschuss diskutiert Altlasten und Elternwünsche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die künftige Entwicklung der Grundschulen in der Südstadt stellt die Stadt Osnabrück als Schulträger weiterhin vor große Herausforderungen. So musste sich der Schulausschuss des Rates in seiner ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode mit zwei Anträgen beschäftigen, die Abhilfe für aus der Vergangenheit " geerbte" Probleme der Schulorganisation bringen sollen.
Beide Male ist dabei unter anderem die Overbergschule (Grundschule für Schülerinnen und Schüler mit katholischem Bekenntnis) betroffen.
Zur Vorgeschichte: Am Standort der Johannisschule (derzeit ebenfalls eine katholische Bekenntnisschule in der Trägerschaft der Stadt) wird das Bistum Osnabrück zum kommenden Schuljahr eine neue " trialogische" Grundschule als Privatschule mit zunächst einer Klasse für jüdische, christliche und muslimische Kinder einrichten. Für die Übergangszeit gilt bislang der Ratsbeschluss, die verbleibenden Klassen der alten Johannisschule bis zum Sommer 2015 organisatorisch mit der Overbergschule zusammenzulegen.
Die Eltern der Johannisschule fürchten nun aber offensichtlich, als Anhängsel der Overbergschule schlecht wegzukommen, und wollen ihre Eigenständigkeit mit eigener Schulleitung, Elternvertretung, Förderverein und vor allem mit Ganztags-Status behalten. Deshalb hat die Elternvertretung nunmehr den auf den ersten Blick überraschenden Antrag gestellt, kurz vor Schluss noch in eine Gemeinschaftsschule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse umgewandelt zu werden. Voraussetzung dafür ist zunächst einmal eine Elternbefragung unter den Erziehungsberechtigten.
Qualität am Standort
Dieser Antrag richte sich nicht gegen die Pläne des Bistums für eine neue trialogische Johannisschule und solle auch nicht die Arbeit der Overbergschule infrage stellen, so erklärte dazu im Vorfeld Stefan Kiefer aus dem Elternrat der Johannisschule: " Wir wollen lediglich die Schulqualität am Standort Süsterstraße sichern und benötigen dazu mehr organisatorischen Rückhalt." Die Sprecher von SPD, CDU und Grünen im Schulausschuss unterstützen diesen Elternwunsch; auch die Stadtverwaltung trägt den Antrag mit was ihr umso leichter fällt, als der ursprüngliche Antrag vom April 2011 auf Zusammenlegung der beiden Grundschulen durch die Landeschulbehörde bis heute nicht abschließend bearbeitet ist. Wenn die Elternbefragung positiv verläuft, könne der Rat bereits im Februar die Umwandlung der Johannisschule in eine Gemeinschaftsschule beschließen, sagte Schuldezernentin Rita Maria Rzyski.
Zudem hat die Overberg schule, die als Bekenntnisschule maximal zu 30 Prozent nicht katholische Kinder aufnehmen darf, einen Ausnahmeantrag gestellt, um diese Quote auf bis zu 40 Prozent zu erhöhen. Dadurch solle ein besserer Ausgleich der Anteile von Schülern mit Migrationshintergrund an den Grundschulen in der Südstadt ermöglicht werden, heißt es in der Begründung. Gleichwohl lehnte der Schulausschuss mit der Mehrheit von SPD und Grünen diesen Antrag ab. Auch wenn Brigitte Neumann (CDU) vergeblich betonte, mit diesem Antrag werde gerade der " alte Vorwurf, die kirchlichen Schulen beteiligten sich nicht an der Ausländerintegration", widerlegt: Seine Partei wolle keinen " Sonderweg" des kirchlichen Schulwesens und lehne deshalb diesen " Rückschritt" ab, sagte Paul Meimberg (SPD).
Autor:
Frank Henrichvark


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