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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So wird aus Wind Strom gewonnen
Zwischenüberschrift:
Für Ole und Lara öffnet sich die Tür eines Windrades
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Windräder auf dem Piesberg sind unübersehbar. Ole und Lara Bußmann von der Süderbergschule in Hilter wollten mal genauer wissen, wie dort elektrischer Strom aus Windkraft gewonnen werden kann.
Am höchsten Punkt Osnabrücks pfeift gewaltig der Wind. Der siebenjährige Ole kriegt das gleich zu spüren, als ihm eine Böe die Schirmmütze vom Kopf reißt. Aber schnell ist sie wieder dort, wo sie auch hingehört. Dann können sich der Junge und seine zwei Jahre ältere Schwester ganz auf das konzentrieren, was ihnen Karl-Heinz Meyer von den Stadtwerken über die Windkraftanlage berichtet.
Windräder sind nämlich Oles Hobby. Zu Hause baut er gern welche aus Legosteinen. Meyer nimmt die beiden mit in das Innere eines der drei großen Windräder, die im vergangenen Jahr neben den anderen errichtet wurden. Es ist ein kleiner Raum im Sockel des Turms, in der Mitte ist eine Kontrolltafel zu sehen. Ole möchte wissen, was man dort ablesen kann. " Hier stellen wir fest, welche Geschwindigkeit der Wind hat und wie viel Strom gerade produziert wird", erklärt Meyer. Im Moment liegt die Windgeschwindigkeit bei sechs Metern pro Sekunde, das Windrad dreht sich jetzt zwölfmal in jeder Minute. Dadurch werden jede Stunde 800 Kilowatt Strom produziert. Seit der Errichtung konnten allein von diesem Windrad schon sechs Millionen Kilowatt Strom in das Netz eingespeist werden.
Es ist sehr warm in dem kleinen Raum, und es zischt laut. Die Geräusche kommen vom schnellen Drehen des Rotors, des Propellers, und vom Luftzug. Durch eine Röhre in der Mitte des Turms werden die Kabel geführt, die den oben erzeugten Strom abführen. " Die werden heiß, und wir leiten Luft zur Kühlung in die Röhre."
Der Turm des Windrades ist 108 Meter hoch, jeder der drei Flügel ist 41 Meter lang. " Wenn ordentlich Wind weht, dann schwankt der Turm an der Spitze gut 30 Zentimeter hin und her", hört Ole und staunt. Er und Lara haben sich gefreut, dass ihnen so viel erklärt wurde. So können sie morgen allen Mitschülern berichten, wie aus Wind elektrischer Strom wird.

Bildtext:

Ein Windradfan ist Ole Bußmann. Zusammen mit Schwester Lara ließ er sich von Karl-Heinz Meyer das Innere eines der Riesen-Windräder zeigen.

Foto:

Klaus Lindemann
Autor:
iza


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