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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eversburger Gesamtschule wird Passivhaus
Zwischenüberschrift:
Ratsfraktionen bringen Antrag durch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der geplante neue Klassentrakt der Integrierten Gesamtschule Osnabrück (IGS) in Eversburg soll in Passivhausbauweise ausgeführt werden. In einem gemeinsamen Antrag haben das jetzt die Ratsfraktionen von CDU, SPD und Grünen gefordert.
In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses für Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt ist der Antrag einstimmig als Empfehlung an den Rat weitergeleitet worden. Der entscheidet voraussichtlich am 13. Dezember endgültig über den Antrag.
Bereits im April hatte der Rat beschlossen, städtische Neubauten nur noch im Passivhausstandard zu bauen. Dennoch hatte die städtische Bauverwaltung bei der Ausschreibung der Planung für den IGS-Neubau den weniger energiesparsamen Standard nach Energie-Einsparverordnung (EnEV) von 2012 gefordert. " Für den energetischen Standard soll mindestens die EnEV 2012 als Grundlage dienen, u. U. wird die Perspektive des Passivhausstandards verfolgt." Auf Nachfrage von Architekten beim sogenannten Erörterungstermin für die Ausschreibung hatte die städtische Immobilienverwaltung bekräftigt: Passivhausstandard sei nicht erforderlich.
Diese Diskrepanz ist einer der Streitpunkte im Konflikt zwischen CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde und Oberbürgermeister Boris Pistorius. Der OB hatte auf Brickweddes Kritik am Vorgehen der Immobilienverwaltung die Formulierung in der Ausschreibung als deutlichen Hinweis auf die gewünschte Passivhausbauweise gewertet, aber: " Da Grundlage des Wettbewerbs Entwürfe im Maßstab 1: 200 sind, können [...] wesentliche Fragen hinsichtlich der verwendeten Bauteilaufbauten und Materialien wie Fensterrahmen etc. nicht beantwortet werden."
Nach Auskunft des Eigenbetriebs Immobilien sei es möglich, aus dem Siegerentwurf Passivhausstandard zu entwickeln und zu erreichen, heißt es. Teurer werden darf es deshalb nicht, denn es gibt für die Baukosten eine Deckelung durch einen Ratsbeschluss.
Erfahrungen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sagen, dass beim Passivhausstandard fünf bis zehn Prozent Mehrkosten entstehen, diese jedoch durch Einsparungen bei den Betriebskosten wieder eingespielt werden. " Erfahrungen anderer Städte zeigen, dass es zumal bei steigenden Energiepreisen wirtschaftlich ist, Passivhäuser zu errichten"; sagt Brickwedde. Es sei jedenfalls Fakt, sagt Fritz Brickwedde, der sich als DBU-Generalsekretär beruflich intensiv mit dem Thema beschäftigt: Die Passivhausbauweise werde inzwischen nicht mehr nur bei Wohnhäusern, sondern auch bei Schul- und Verwaltungsgebäuden erfolgreich angewendet. Bereits realisierte Beispiele gibt es auch in Osnabrück, zum Beispiel Trakte bei der Angelaschule oder der Herman-Nohl-Schule. Auch der neue Verwaltungstrakt der Osnabrücker Stadtwerke kommt mit sehr wenig Energie zum Heizen aus.
Autor:
swa


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