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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gedränge auf dem Nikolaiort
Zwischenüberschrift:
Das unbekannte Foto: Zeitreise in die Nachkriegszeit – Zahlreiche Leserhinweise zu der alten Turnhalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Eine Postkarte aus dem Jahr 1903, auf der eine Turnhalle abgebildet ist bei der Auswahl des unbekannten Fotos der letzten Woche waren wir skeptisch, ob dazu noch jemand etwas erzählen könnte. Umso größer war die Überraschung, als schon am Samstagmorgen die ersten Hinweise auf OS-Nachbarn.de geschrieben wurden und gleich am Montag Leser anriefen, die sich an die unbekannte Turnhalle erinnerten.
So schrieb Dieter Brockfeld auf OS-Nachbarn.de: " Das ist ohne jeden Zweifel die 1871 bis 1873 errichtete Städtische Hauptturnanstalt am Schlosswall. Sie bestand aus zwei Turnhallen mit je 200 qm Nutzfläche sowie Sanitärräumen und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Auf dem Grundstück entstand 1963/ 64 die heutige Schlosswallhalle."
Ein weiterer Hinweisgeber erinnerte sich an den Osnabrücker " Turnvater" Julius Schurig, nach dessen Vorschlägen die alte Halle erbaut wurde.
Eine der beiden Hallen war mit Sägemehl ausgestreut, um dort springen zu können, berichtete ein anderer Leser, und in der anderen gab es einen Holzfußboden, sodass man dort auch Rollschuh laufen konnte. Als kleiner Junge begann der heute 84-Jährige in der alten Sporthalle seine " Turnkarriere". Beim Turnfest anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Männerturnvereins MTV im September 1949 zeigte er unter anderem am Barren sein Können.
Herbert Ellinghaus, der die Volksschule am Johannistorwall besuchte, musste zum Sportunterricht in die Schlosswallhalle gehen. Er erinnerte sich noch gut an einen Sportlehrer, der mit dem Rohrstock in der Hand die Turnübungen seiner " Schützlinge" genau beobachtete.
Damals waren Jungen und Mädchen beim Sportunterricht streng getrennt, erzählte Wilma Thörner, eine ehemalige Schülerin der Ledenhofschule. Ihre Sportlehrerin Frau Bensieck trug ein langes Kleid und gab auf einem Tambourin den Rhythmus der Bewegungen vor. Wilma Thörner erinnerte sich auch daran, dass hinter der Halle ein Platz für Ballspiele lag, der im Winter geflutet wurde, sodass man dort wunderbar Schlittschuh laufen konnte.
Das neue historische Foto zeigt die Einmündung der Großen Straße in den Nikolaiort. Man muss schon genau hinsehen, um den Platz wiederzuerkennen. Im Hintergrund sieht man den Giebel des Theaters und links das Wäschefachgeschäft Kurtz. Das alte " Kaiser Café" ist nur noch eine Ruine. Der Nikolaiort war schon immer ein Verkehrsknotenpunkt, und wenige Jahre nach Kriegsende drängten sich die Autos und Fußgänger wieder auf dem Platz.
Erinnern Sie sich an den Nikolaiort, als er noch von Autos und Straßenbahnen beherrscht wurde? Kennen Sie noch die alten Gaststätten und Geschäfte? Erzählen Sie uns Ihre Geschichten auf OS-Nachbarn.de.

Mehr alte Fotos auf
www.os-nachbarn.de

Bildtext:
Kaum wiederzuerkennen: der Nikolaiort wenige Jahre nach dem Krieg. Kein Platz in der Osnabrücker Altstadt hat öfter sein Gesicht gewechselt. Wer erinnert sich an die alten Gebäude, Gaststätten und Geschäfte?

Am Schlosswall stand die Turnhalle, die auf der alten Ansichtskarte abgebildet ist. Auf dem Foto rechts, das bei einem Turnfest im September 1949 aufgenommen wurde, ist die Ruine der im Krieg zerstörten Halle zu erkennen.

Fotos:
Archiv/ Sammlung Dieter Mehring/ privat
Autor:
r.


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