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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zwei Euro für ein Glas Wasser
Zwischenüberschrift:
Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums engagieren sich für Ostafrika
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Unerträglich" fanden die Schülervertreter (SV) des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums das, was sie über die Dürrekatastrophe in Ostafrika erfahren haben. Aber sie wollten " nicht einfach stumpf Spenden sammeln", erklärt der 13-jährige Felix Hehmann, " sondern mit einer Aktion die Schüler auf das Problem aufmerksam machen."
Aus einer ersten Idee des Wasserverkaufs erwuchs eine dreitägige Aktion, bei der die Schülervertreter ein Glas Wasser für zwei Euro verkaufen. " Die zwei Euro haben einen symbolischen Wert", erklärt Nele Albers aus der neunten Klasse. Und ergänzt: " Damit sich alle mal Gedanken machen, was Trinkwasser bedeutet." Zunächst reagierten die meisten Schüler zurückhaltend bis kritisch: " Was? Ihr wollt für ein Wasser zwei Euro haben?", lautete die Standardfrage. Aber die SV klärte ihre Mitschüler über den symbolischen Wert des Betrags auf und sorgte damit für ein Umdenken: " Ich finde das gut, Wasser ist nicht selbstverständlich. Deswegen habe ich die zwei Euro gerne gezahlt", sagte zum Beispiel Laura aus der achten Klasse.
Schon letztes Schuljahr hatte die Schule Kontakt zu der Organisation " Helpage", mit der sie auch dieses Mal kooperieren: " Schüler helfen Senioren" hieß die damalige Aktion. Dieses Jahr geht es um eine Soforthilfe für die Opfer der Dürrekatastrophe in Ostafrika. Nach Angaben von Helpage herrscht am Horn von Afrika die schlimmste Dürre seit 60 Jahren.
Hubert Hoffmann leitet das Projekt als SV-Beratungslehrer. Genau wie den Schülern war auch ihm wichtig, nicht einfach Spenden zu sammeln. Stattdessen wollte er der Aktion auch einen pädagogischen Wert abgewinnen. " Wir haben den Preis für das Glas Wasser bewusst hoch angesetzt, um zu zeigen, wie kostbar Wasser ist", erklärt er. " Man hat uns erzählt, dass wir jeden Tag drei Liter Wasser trinken müssen, um gesund zu leben. Das ist doch nur eine Werbekampagne", meint Lehrerin Simone Müller und fügt hinzu: " Wir leben mit unserem Konsum von Wasser in einem massiven Luxus, der uns aber nicht bewusst ist."
Als Ziel hat sich Hubert Hoffmann den Verkauf von 500 Gläsern gesetzt: " Paul kostet 1800 Euro, da wären 1000 Euro schon ein guter Anfang." " Paul" steht für " Portable Aqua Unit for Lifesaving." Gemeint ist ein Rucksack, der dort eingesetzt werden kann, wo Trinkwasser weit entfernt ist: " Paul funktioniert durch ein Filtersystem, und macht Schmutzwasser zu Trinkwasser", erklärt Nele Albers. Die 15-Jährige ist eine der Schülerinnen, die in den großen Pausen am Donnerstag und Freitag Wasser verkaufen.

Bildtext:

" Nicht nur stumpf Spenden sammeln" wollten die Gymnasiasten und kamen auf eine pfiffige Idee.

Foto:

Hermann Pentermann
Autor:
soek


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