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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Ein Iglu aus Müll
Zwischenüberschrift:
Aktionswoche zur Abfallvermeidung an Gesamtschule Schinkel – "Keine Alternative" zum Getränkekarton
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Bauwerk aus Müll ziert derzeit den Eingangsbereich der Gesamtschule Schinkel. Mit dem Iglu aus 611 Kakaoverpackungen wollen die Initiative " Pädagogische Umweltberatung an Schulen" und die Gesamtschule Schinkel auf das Müllproblem aufmerksam machen.

120 Kakaos in Getränkekartons verkauft die Schule pro Tag. Eine Woche lang haben die Biologin Dorota Kuczia von der Pädagogischen Umweltberatung sowie Lehrerin Monika Ahlrichs von der Schinkeler UNESCO-Schule diese Verpackungen nun gesammelt. Drei Tage klebten Schüler und Pädagogen die Getränkekartons zu dem Iglu zusammen. Daneben bauten Ahlrichs und Kuczia einen Stand auf, an dem sich Schüler und Lehrer über Umweltthemen informieren können.

" Der beste Müll ist der, der erst gar nicht entsteht", meint die Gesamtschullehrerin. Beim unvermeidbaren Müll müsse es darum gehen, möglichst ökologisch zu handeln. So landen die Kakaoverpackungen der Schule weitgehend im Restmüll statt den gelben Säcken und sorgen nicht nur bei den Reinigungskräften für Unmut.

Ahlrichs und Kuczia sehen den Kakaohersteller in der Pflicht, von seiner jetzigen Verpackung abzusehen. Getreu dem Motto der Aktionswoche " Mehrweg weniger Abfall. Wir räumen mit unseren Einwegverpackungen auf" wollen die Pädagogische Umweltberatung und die Schule erreichen, dass künftig auf Getränkekartons in der Schule verzichtet wird. Damit soll die Gesamtschule als Vorbild für weitere Einrichtungen fungieren.

Gemeinsam mit weiteren UNESCO-Schulen habe man den Kakaohersteller angeschrieben und um Verpackungsalternativen gebeten. " Die Firma weiß um die Problematik und steht ihr aufgeschlossen gegenüber", sagt Ahlrichs. Gleichzeitig heißt es vonseiten des Unternehmens, dass es " zurzeit keine Alternativen" zum Getränkekarton gebe, zitiert die Lehrerin den Hersteller. Ein Vertreter des Kakaoproduzenten wolle die Schule aber besuchen, um die Müllproblematik zu diskutieren.

Die beiden Pädagoginnen favorisieren den Verkauf in Mehrwegflaschen aus Kunststoff. Diese seien umweltfreundlicher als Getränkekartons und Glasflaschen.

Der Schlauchbeutel wiederum ist ökologischer als Getränkekartons und auch Kunststoff- sowie Einwegglasflaschen. Insbesondere Milch wurde früher in die dünnen Beutel aus Kunststoff abgefüllt. Mittlerweile ist er aber trotz seiner guten Ökobilanz gegenüber den anderen Verpackungsarten kaum noch in den Supermarktregalen vorzufinden. Durch seine Instabilität erwies er sich auch nicht als sonderlich praktisch.

Die Aktionswoche an der Gesamtschule ist Bestandteil der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung, die die Europäische Kommission 2009 initiierte. Deutschland beteiligte sich im vergangenen Jahr erstmalig an der Aktion. " Die Gesamtschule Schinkel nimmt als einzige im Osnabrücker Land in diesem Jahr teil", betont Kuczia.

Die Pädagogische Umweltberatung ist ein Kooperationsprojekt des Vereins für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück sowie der Universität Osnabrück und versteht sich als Dienstleister in Umweltfragen für alle Schulen der Stadt. Der Osnabrücker Servicebetrieb unterstützt die Initiative finanziell.

Bildtext:

Die Getränkekartons gehören in den gelben Sack. Dorota Kuczia von der Pädagogischen Umweltberatung (Fünfte von links) macht es vor. Gemeinsam mit der Schule hat sie einen Iglu aus 611 Verpackungen gebaut dem Müll aus einer Woche.

Foto:

Parton
Autor:
Jörg Sanders


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