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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Respekt als Grundstein für Integration
Zwischenüberschrift:
Willkommenstag für Neu-Osnabrücker – Nur wenige Migranten nehmen die Einladung der Stadt wahr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Seit vier Jahren gibt es zweimal jährlich einen Willkommenstag für neu zugezogene Migranten in Osnabrück, zu dem die Stadt gemeinsam mit den Integrationslotsen (ILOS) einlädt. Bislang lockte die festliche Begrüßung der neuen Mitbürger stets viele Teilnehmer an. Diesmal jedoch war die Resonanz eher mager: Von über 400 Neubürgern, die angeschrieben worden waren, kamen lediglich elf Erwachsene und zwei Kinder in den Friedenssaal.

Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler begrüßte die Neu-Osnabrücker herzlich in der Stadt. Sie wies sie auf die vielfältigen Hilfen zur Integration durch die Caritas, die Awo, die Zuwanderervereine, den Beirat für Integration und die Integrationslotsen hin. Außerdem gebe es in der Stadt deutsch-russische und deutsch-türkische Begegnungsabende und sehr lebendige portugiesische und spanische Vereinshäuser, betonte die SPD-Politikerin.

" Sie brauchen viele Informationen über das Leben in Deutschland, außerdem Mut und Selbstbewusstsein, um sich zu Wort zu melden und auf Veranstaltungen zu gehen", appellierte sie an die Migranten. Gerade kulturelle und musische Aktivitäten wie etwa ein Chor oder Orchester seien eine gute Möglichkeit, um gesellschaftliche Teilhabe zu erlangen.

Im Hinblick auf die jüngsten Erkenntnisse über rechtsextremen Terror in Deutschland zitierte Jabs-Kiesler die türkischstämmige Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan: " Es gibt keine Alternative zum respektvollen Miteinander zu einem Miteinander, das aufgebaut ist auf Achtung des Gegenübers und auf Wissen von ihm." Zu aufrechtem demokratischen Handeln gehöre auch das Wissen darüber, was im Land geschehe.

Integrationslotsin Rita Broxtermann wies die Gäste darauf hin, dass viele Lotsen selbst Zuwanderer seien und deshalb auch viele Sprachen beherrschten. Die ILOS böten nicht nur Hilfe bei Behördengängen, sondern ganz generell Orientierung im Alltag, auch was die Freizeitgestaltung angehe. Sie ermunterte die Migranten, die vielen kostenlosen Angebote in der Stadt zu nutzen, etwa den Botanischen Garten und den Weihnachtsmarkt.

Besonders wichtig sei es für die neuen Mitbürger auch, die deutsche Sprache zu erlernen und sich mit Sitten und Gebräuchen vertraut zu machen. " Kinder werden bei uns als selbstständig handelnd angesehen, und ihnen wird auch eine eigene Meinung zugestanden", nannte sie als Beispiel. Auch Broxtermann ermutigte dazu, selbstbewusst aufzutreten und Integration auch einzufordern.

Nachdem Vertreter der AWO, des Beirats für Integration und der Caritas ihre Grußworte gesprochen und auf ihre verschiedenen Angebote hingewiesen hatten, kamen die zehn anwesenden Integrationslotsen zu Wort, die unter anderem aus Indien, China, Pakistan und Kasachstan stammen. Gemeinsam ging es im Anschluss auf einen Rundgang durch die historische Osnabrücker Altstadt.

Bildtext:

Neu-Osnabrücker, Integrationslotsen und Verbandsvertreter nahmen im Friedenssaal Aufstellung zum Gruppenfoto. Eine der Botschaften des Willkommenstages: Migranten sollten sich mit Sitten und Gebräuchen vertraut machen, dürften Integration aber auch selbstbewusst einfordern.

Foto:

Egmont Seiler
Autor:
Regine Bruns


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