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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt von Autos befreien
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Erst zweispurig und dann vielleicht sperren Rot-Grün zu Neumarkt, Steuern und Arbeitsplätzen" (Ausgabe vom 9. November).

" Der vorgesehene Bau eines Einkaufszentrums auf der Südseite des Neumarktes ist unter anderem deswegen als Vorteil zu sehen, da hierdurch die vernachlässigte Johannisstraße aufgewertet wird. Tatsächlich sollte das Shoppingcenter nicht zu klein sein. Nur ein größeres Center wird die notwendige Sogwirkung haben [...]. Ein kleines Center wird nach Aussage von Fachleuten eher zu einer Verlagerung innerhalb der Geschäftsstruktur in der Stadt führen [...].

Auch deswegen plant Kaiserslautern zurzeit ein Einkaufszentrum mit 21 000 Quadratmetern (bei 100 000 Einwohnern) und Neumünster mit 20 000 Quadratmetern (bei 80 000 Einwohnern). Tatsächlich bedeutet Handel auch Wandel, und Konkurrenz belebt das Geschäft!

Der Platz sollte auf jeden Fall vom Autoverkehr befreit werden. Nur so können Aufenthaltsqualität und eine gute Erreichbarkeit der Südstadt für Fußgänger und damit des neuen Einkaufszentrums gewährleistet werden. Das Beispiel Dortmund, wo seit vielen Jahren der gesamte Bereich innerhalb des Wallrings für Autos gesperrt ist, zeigt, dass so eine attraktive Innenstadt entstehen kann [...].

Eine Bürgerbeteiligung hat es übrigens schon gegeben! Anlässlich des vor einigen Jahren durchgeführten Bürgergutachtens [...] haben sich 80 Prozent der nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Beteiligten für einen Platz ohne Autos ausgesprochen. Bekannterweise ist es auch so [...], dass Autofahrer sich nach kurzer Zeit andere Wege suchen [...].

Auf jeden Fall muss auf dem Neumarkt genügend Platz für den späteren Bau einer Stadtbahn freigehalten werden. Beispiele zeigen, dass auch viele Autofahrer bereit sind, in eine Stadtbahn umzusteigen. Hierdurch würde die Innenstadt schon einmal von einem Teil des Verkehrs entlastet. Das Ergebnis einer kürzlichen Umfrage der Neuen OZ war, dass über 70 Prozent der Teilnehmer/- innen für eine Stadtbahn gestimmt haben.

Das Landgericht sozusagen in den Mittelpunkt zu rücken, erscheint nicht als gute Idee. Bei einem Gericht handelt es sich in aller Regel nicht um einen Gute-Laune-Verbreiter′. Das vorgesehene Gebäude vor H & M sollte [...] gestrichen werden: Es würde den ohnehin nicht großen Platz nur noch kleiner machen. Ein Gebäuderiegel darf hier nicht in wertvollen Stadtraum hineingebaut werden. Dies würde auch den späteren Bau der Stadtbahn unmöglich machen.

Der alte Tunnel sollte sinnvollerweise als Fahrradgarage genutzt werden. [...] Da die Johannisstraße inzwischen das Potenzial einer Fußgängerzone hat, sollten die Busse herausgenommen werden. Mindestens die Hälfte der 1000 Stadtbusse täglich könnte als erster Schritt schon einmal in Nord-Süd-Richtung durch Lyra-, Kolping- und Süsterstraße geleitet werden."
Autor:
Rolf Brinkmann


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