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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zu wenig für Güterbahnhof geboten?
Zwischenüberschrift:
Aurelis: Stadt verlor Interesse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch ist völlig offen, ob am Güterbahnhof jemals eine Arena entstehen wird trotzdem wird weiter über angeblich verpasste Chancen gestritten. Die Aurelis Real Estate weist den Vorwurf zurück, sie habe beim Verkauf der 22 Hektar an zwei Privatleute die Stadt übersehen. Die Stadt habe kein Interesse gezeigt, heißt es jetzt.

Aurelis-Pressesprecher Raik Packeiser ist bemüht, frühere Aussagen aus seinem Hause zurechtzurücken. Die Aurelis, die im November 2010 ohne Wissen der Stadt die 22, 1 Hektar an die Schilling und Schreyer GmbH veräußerte, ist nach Angaben des Pressesprechers davon ausgegangen, dass die Stadt nicht mehr interessiert ist. Ein Angebot der Aurelis vom Dezember 2008 sei ohne verbindliche Antwort geblieben. Außerdem hätte sich die Stadt durch einen Bebauungsplan ein Vorkaufsrecht sichern können, so der Aurelis-Sprecher. In den Jahren zuvor hätten die Aurelis und die Stadt in engem Kontakt gestanden. Es habe Telefonate, Gespräche auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real und schriftlichen Verkehr gegeben. " Aber alle Angebote der Stadt lagen unter dem Preis, zu dem die Fläche 2010 verkauft wurde", sagt der Aurelis-Sprecher.

Hier widersprechen sich die Angaben. Oberbürgermeister Boris Pistorius verweist auf ein " mündliches unverbindliches Angebot", das er 2007 oder 2008 auf der Expo Real in München dem Aurelis-Vertreter für eine 7, 5 Hektar große Fläche unterbreitet hatte. " Der Preis lag deutlich höher." Summen wollte er nicht nennen.

Als 2008 erstmals der Bau einer Arena geprüft wurde, hing alles von der Frage ab, ob das Land die Stadthalle für die Hochschulen kauft. Die Landesregierung rang sich nach langer Hängepartie im Sommer 2009 zu einem Nein durch. Ab diesem Zeitpunkt, so Pistorius, habe die Stadt dem Güterbahnhof keine besondere Aufmerksamkeit mehr geschenkt, zumal sich mit dem Abzug der Briten eine neue große Aufgabe gestellt habe. Damals wäre es " sinnlos" und auch juristisch fragwürdig gewesen, einen Bebauungsplan für eine mutmaßliche Arena-Fläche am Güterbahnhof aufzustellen, um sich ein Vorkaufsrecht zu sichern.

Die CDU-Fraktion erwägt, Akteneinsicht zu verlangen. Fraktionschef Fritz Brickwedde wirft dem Oberbürgermeister Versäumnisse vor. Hintergrund des Streits ist die Aussage des für den Verkauf verantwortlichen Aurelis-Vertreters in der NOZ. Er hatte eingeräumt: " Wir haben an die Stadt gar nicht gedacht."
Autor:
Wilfried Hinrichs


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