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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mädchen können′s
Zwischenüberschrift:
Bohnenkamp-Stiftung unterstützt neues Projekt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mädchen können′s wenn man sie nur lässt. Mit einem neuen Projekt unterstützt das Mädchenzentrum junge Frauen aus traditionellen Familien beim Start ins Berufsleben.
Hauptschülerinnen mit Migrationshintergrund seien bei der Berufsausbildung besonders benachteiligt, sagte Dr. Cornelia Matzke, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe " Haus Neuer Kamp", dem Träger des Mädchenzentrums. Genau diese Mädchen seien außerhalb der Schule schwer zu erreichen, weil sie stärker in familiäre Aufgaben eingebunden seien und selten die Möglichkeit hätten, am Nachmittag ihren eigenen Interessen nachzugehen.
Andererseits aber seien die Eltern durchaus an einer guten Ausbildung ihrer Töchter interessiert. Deshalb setze das Projekt auf eine enge Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiterinnen in der Hauptschule Innenstadt und in der Felix-Nussbaum-Schule. Dort würden die Mädchen angesprochen und erhielten einen Flyer über die Angebote für ihre Eltern in ihrer Muttersprache. Auf Wunsch könnten sich die Eltern vorher das Mädchenzentrum ansehen.
" Es hilft schon, dass wir ein reines Mädchenzentrum sind", sagt Projektleiterin Gülüstan Genc. Die Sozialwissenschaftlerin hat einen kurdischen Migrationshintergrund und spricht Türkisch, was vor allem im Kontakt mit den Eltern helfen kann. Unterstützt wird sie von Karolina Gajewski. Sie ist in Polen geboren, lebt seit vielen Jahren in Deutschland und studiert praxisbegleitend an der Fachhochschule Enschede Sozialarbeit.
Im ersten Jahr des Projektes " Girls can do it Mit Spaß zum Erfolg" hat Genc rund 50 Mädchen erreicht, die an den Gruppentreffen, Beratungen und Freizeitangeboten des Zentrums teilgenommen haben. Die Friedel-&- Gisela-Bohnenkamp-Stiftung unterstützt das Projekt mit mehr als 20 000 Euro. Damit werde die Bildungsgerechtigkeit gefördert, sagte Geschäftsführer Michael Prior. Die Mädchen könnten dabei erfahren, dass sie selber Gestalterinnen ihrer eigenen Biografie seien.

Bildtext:

Willkommen im Mädchenzentrum (von links): Dr. Cornelia Matzke, Michael Prior, Gülüstan Genc, Karolina Gajewski und Maren Gärtner bei der Projektvorstellung.

Foto:

Jörn Martens
Autor:
S


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