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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Höhere Masten, größere Abstände
Zwischenüberschrift:
Hochspannungsleitung zwischen Bad Essen und Osnabrück wird ausgebaut
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Energiewende lässt grüßen: Eine 22 Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen Bad Essen und Osnabrück soll leistungsfähiger ausgebaut werden. Die Trasse gehört zu den vordringlichen Leitungsbauvorhaben, für die seit zwei Jahren ein beschleunigtes Verfahren gilt.
Die vorhandene 220-kV-Leitung verbindet die Umspannwerke in Wehrendorf und Lüstringen. Sie ist streckenweise schon vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden und wird von der Amprion GmbH betrieben, einer Tochter der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE). Nun soll die Leitung auf 380 Kilovolt aufgestockt werden.
Was das für das Landschaftsbild bedeutet, erklärt Amprion-Pressesprecher Andreas Preuß: Statt der 35 bis 40 Meter hohen Freileitungsmasten werden 60 bis 65 Meter hohe Masten aufgebaut. Die Zahl der Leitungsmasten verringert sich zugleich, und damit vergrößert sich ihr Abstand zueinander. Wie die zukünftigen Leitungsmasten aussehen werden, stehe noch nicht fest, sagt Preuß. Die Amprion GmbH will sich beim Neubau der Trasse an der vorhandenen Leitung orientieren, das sei aus rechtlicher Sicht am einfachsten, heißt es aus der Dortmunder Zentrale. Allerdings gebe es zuweilen gute Gründe, " den Leitungsverlauf zu optimieren", wie es Pressesprecher Preuß ausdrückt. So sei es zum Beispiel sinnvoll, von Wohngebieten abzurücken.
Der Netzbetreiber peilt den Ausbau der Leitung für das Jahr 2015 an. Schon in Kürze sollen die Vermessungsarbeiten beginnen, im nächsten Schritt will Amprion in Abstimmung mit den Planungsbehörden die optimale Trasse festlegen. Beteiligt sind die Gemeinden Bad Essen und Bissendorf, die Stadt Osnabrück und der Landkreis. Im zweiten Schritt ist ein Planfeststellungsverfahren vorgesehen, zu dem auch die Beteiligung von Bürgern und Behörden gehört.
Durch das Energieleitungsausbaugesetz wird das Verfahren für den Bau bestimmter Hochspannungsleitungen beschleunigt. Damit wollen Bund und Länder die Energiewende unterstützen, zu der auch ein pro blemloser Transport von Windstrom von der Nordsee in den Süden der Republik gehört. Bundesweit gehören 24 Freileitungen mit 380 kV dazu.
Eine davon ist die Verbindung, die von Ganderkesee (bei Delmenhorst) nach Gütersloh verläuft. Die Trasse im Osten von Osnabrück, die jetzt ausgebaut werden soll, ergänzt diese Leitung.
Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass zwischen den Umspannwerken Wehrendorf und Lüstringen sogar zwei Hochspannungsleitungen verlaufen, eine nördlich und eine südlich der Schelenburg. Nach Auskunft von Amprion-Pressesprecher Preuß ist derzeit aber nur der Ausbau der südlichen Variante vorgesehen.
Bildtext:
Ihre Tage sind gezählt: Die 220-kV-Leitung (links) von Lüstringen nach Wehrendorf soll durch eine stärkere ersetzt werden. Hier eine Ansicht aus Stockum.
Foto:
Jörn Martens
Grafik:
Neue OZ/ M. Michel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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