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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zur Feier ein Laternenumzug
Zwischenüberschrift:
30 Jahre Verein zur pädagogischen Arbeit mit Kindern aus Zuwandererfamilien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wir sind die Kinder vom VPAK, wir lernen lesen und mögen die Freunde hier, ja, das ist Teil unserer Welt." Mit diesen selbst gedichteten Liedzeilen auf den Lippen zog jetzt der Laternenumzug des Vereins zur pädagogischen Arbeit mit Kindern aus Zuwandererfamilien durch die Innenstadt.

Grund für den Festumzug mit rund 450 Teilnehmern war das Jubiläum des Vereins, der vor 30 Jahren, im November 1981, gegründet worden war. Auf dem Rathausplatz gab es im Anschluss einen Empfang mit Oberbürgermeister Boris Pistorius, der allen Kindern als süße Überraschung einen Amerikaner mit VPAK-Zuckerguss überreichte.

Beim anschließenden Festakt im Friedenssaal würdigte Pistorius den VPAK als unverzichtbare Institution. Die Arbeit des Vereins in Horten, Kitas und Nachhilfeeinrichtungen sei wichtig, um die Nachteile auszugleichen, die durch die Herkunft aus einer Familie mit fremden Wurzeln entstehen könnten. Zugleich appellierte er daran, stärker in die frühkindliche Bildung zu investieren, um gar nicht erst das reparieren zu müssen, was in den ersten Lebensjahren eines Kindes versäumt wurde.

Christa Röber, Erste Vorsitzende des VPAK, warf in ihrer Festrede einen Blick zurück auf die Anfänge. Der Verein war vor 30 Jahren von Lehrpersonen und Studenten der Universität Osnabrück, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Schulaufsicht sowie von Lehrern in Osnabrück gegründet worden.

Am Beginn stand eine nachmittägliche Hausaufgabenhilfe für 36 Kinder aus Zuwandererfamilien. Heute würden in den verschiedenen Angeboten des Vereins rund 650 Kinder und Jugendliche betreut. Aus den ursprünglich sechs Mitarbeitern seien heute 97 geworden.

Röber wies in ihrer Rede auf die drei Horte des Vereins an der Rosenplatzschule, an der Heiligenwegschule und an der Kreuz- und Stüveschule hin. Das Förderprojekt " Fünf-Sechs" für Fünft- und Sechstklässler, das 2006 nach Abschaffung der Orientierungsstufe ins Leben gerufen worden war, besuchten derzeit 60 Schüler, das entsprechende Projekt " SiebenPlus" gut hundert Schüler und hundert weitere stünden noch auf der Warteliste.

Besonders wichtig seien in der Arbeit des VPAK die enge Zusammenarbeit mit den Familien und der persönliche oder berufliche Bezug aller Vorstandsmitglieder zur Migrationsarbeit. Als Beispiel dafür trat daraufhin Hüseyin Karaoglu ans Rednerpult. Als Schüler wurde er durch den VPAK gefördert: " Ich kannte den VPAK damals noch als Arnau-Projekt. In den Kursen wurden die Regeln der deutschen Grammatik so erklärt, dass ich sie sofort begriffen habe."

Heute nach Abitur und Studium ist Karaoglu erfolgreicher Unternehmer. Seit Langem unterstützt er bereits die Arbeit des VPAK. Zum Jubiläum überreichte er dem Verein eine Spende über 2000 Euro.

Bildtext:
Auch die zweijährigen Zwillinge Merve und Leyla machten beim Laternenumzug mit.
Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Regine Bruns


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