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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bürger machen ihre eigene Stadt grüner
Zwischenüberschrift:
Tagung zeigt Wege zu mehr Eigeninitiative auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mehr Grün! Wohl jeder wünscht sich eine solche Stadt. Eine Tagung am Zentrum für Umweltkommunikation widmete sich der Frage, wie Städte nicht nur grüner, sondern umweltfreundlicher gestaltet werden können. Über Lebensqualität, Klimafreundlichkeit und Finanzierung diskutierten 110 Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Wieland Sack, Doris Kube und Nicola Wolter-Pollert haben einen Plan: An der Kreuzung zwischen Haster Weg und Lerchenstraße, direkt am Gemeinschaftszentrum, möchten sie einen " Community Garden" aufbauen, einen Gemeinschaftsgarten, bei dem jeder mitmachen kann.
" Wir wollen Leute aus dem Stadtteil gewinnen", erläuterte Wieland Sack die Idee, zu der die drei bereits ein Konzept entwickelt haben. Kindern und Jugendlichen soll die Natur nähergebracht, generationenübergreifendes Lernen Realität werden und die Stadt erhält eine gepflegte Grünfläche. " Das Ganze wäre organisiert wie eine Laischaft. Wir würden also eine Tradition beleben", meinte Sack. Was die drei außer Mitstreitern noch brauchen, ist ein entsprechender Vermerk im Flächennutzungsplan der Stadt.
Auf solches Engagement wird die Stadtentwicklung künftig setzen müssen, hieß es bei einer Podiumsdiskussion auf der Tagung " Green City 2020". So sagte Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt: " Wir brauchen mehr Bürgerdemokratie in den Städten." Mit anderen Worten: Menschen, die sich in ihren Vierteln engagieren und beispielsweise Gärten aufbauen und eben nicht darauf setzen, dass die Verwaltung für alles sorgt. Detlef Gerdts, hiesiger Leiter des Fachbereichs Umwelt, formulierte es so: " Wir haben immer mehr Grün. Die Pflege wird teurer, aber wir haben immer weniger Personal."
Ob denn das Ressortprinzip eine Hürde für die Lösung aktueller Fragen der Stadtentwicklung sei, fragte der Moderator Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Der Sozialwissenschaftler Prof. Rolf Kleinfeld von der Uni Osnabrück formulierte es diplomatisch: " Es ist eine Realität, die sich so schnell nicht ändert."
Wie diese Struktur sich auswirkt, zeigt das Beispiel Facebook. So platzieren viele Städte ihre Themen inzwischen in diesem Netzwerk. Die Reaktion auf Anfragen und Kommentare könne aber dauern. " Da muss erst die Frage geklärt werden, wer sich öffentlich äußern darf", sagte Thorsten Bullerdiek vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.
Das Podium diskutierte über die gemeinschaftliche Nutzung von Autos, die Beschaffung umweltfreundlicher Materialien, das Einhalten von Zielen des Klimaschutzes und die Einbindung der " erstarkten Zivilgesellschaft", wie Sine Schnitzer von der BUND-Jugend es ausdrückte. Ein Verwaltungsmitarbeiter erwiderte: " Die Sprache, die wir sprechen, verstehen viele nicht." Manchen Bürger hindere das, sich zu engagieren.
Ideen für die Stadt der Zukunft diskutieren die Teilnehmer der Tagung in Gruppen. Die Ergebnisse sollen dem Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt werden.
Veranstalter der Tagung ist der Innovators Club. Initiiert vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, befassen sich in ihm Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft mit Zukunftsthemen.
Autor:
mlb


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