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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Haltebuchten werden entfernt
Zwischenüberschrift:
Busse stehen auf der Wersener Straße künftig auf der rechten Fahrspur
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Haltebuchten für Busse gehören an der Wersener Straße bald komplett der Vergangenheit an. Denn die Bussteige werden derzeit bis an die Fahrbahn vorgezogen.

Vier Bushaltestellen an der Wersener Straße gehören in diesem Jahr zum Umbauprogramm der Stadt Osnabrück, in dem insgesamt 16 Bushaltestellen für insgesamt 360 000 Euro umgebaut werden. Finanziert wird das Ganze aus dem ÖPNV-Programm. Damit soll die Situation des Busverkehrs verbessert werden.

Das sehen manche Bewohner und Autofahrer jedoch anders. Da an der Wersener Straße der Bordstein an den Straßenrand vorgezogen wird, ist somit die rechte Fahrspur während des Bushalts blockiert. Deshalb versuchen viele Autofahrer, wenn ein Bus an der Haltestelle steht, schnell von der rechten in die linke Fahrspur zu wechseln. Die Radfahrer hatten bislang schon keine Chance, durchzufahren, da ihre Spur auch bei einem Halt in einer Bucht blockiert war.

Für Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau bei der Stadt Osnabrück, ist die Änderung an der Wersener Straße notwendig und eine erhebliche Verbesserung für den Busverkehr. Da die Busse nun am Straßenrand halten, können auch die besonders langen Bus-Plus-Fahrzeuge dort eingesetzt werden. Wegen der Gesamtschule in Eversburg sei dieses sinnvoll. Auch bislang hätten nicht alle Busse vollständig in die Buchten fahren können und so bereits teilweise die rechten Fahrspuren blockiert. Eine wesentliche Behinderung des fließenden Verkehrs sieht Schürings durch die Änderungen nicht, da die Wersener Straße vierspurig ist. Die neuen Haltestellen sorgten für eine eindeutige Situation. Außerdem gebe es mehr Platz für die wartenden Fahrgäste und die Möglichkeit, Leiteinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen einzubauen. Die Haltestellen werden nach dem Umbau zudem komplett barrierefrei.

Bis Ende November sollen die Haltestellen Teichweg, Kirchstraße und Barenteich stadtauswärts und Kirchstraße stadteinwärts einschließlich aller Asphaltierungsarbeiten umgestaltet sein. Kirchstraße stadteinwärts und Teichweg stadtauswärts sind bereits in ihrer neuen Form in Betrieb. Der Umbau der anderen Haltestellen an der Wersener Straße soll im kommenden Jahr folgen.

Kommentar:

Zwiespalt

Haltebuchten für Busse sind eigentlich eine gute Sache. Denn sie sorgen für Sicherheit im fließenden Verkehr auf der Straße und bieten auch den Fahrgästen vor dem Einstieg Abstand zu den Fahrzeugen auf der Straße. Und eine Barrierefreiheit und Leiteinrichtungen für Blinde könnten auch dort ohne großen Aufwand hergestellt werden.

Doch an der Wersener Straße zählen auch die Argumente der Stadtverwaltung. Höhere Schülerzahlen an der Gesamtschule in Eversburg erfordern größere Busse. Und selbst die bisher eingesetzten Fahrzeuge passten nicht in jede Haltebucht. Damit war eine Störung des fließenden Verkehrs bereits jetzt gegeben, und durch längere Busse wäre sie noch vergrößert worden. Nebenbei wird so auch der Verkehr etwas gebremst. Im Prinzip zu begrüßen. Vergessen darf man allerdings nicht die Autofahrer, die versuchen, kurz vor dem haltenden Bus die Fahrspur zu wechseln, statt einen Augenblick auf der rechten Fahrspur auszuharren.

Bildtext:

Die Bushaltestelle Kirchstraße an der Wersener Straße vor der serbisch-orthodoxen Kirche ist bereits umgebaut, sodass der Verkehr auf der rechten Fahrspur hinter den haltenden Bussen warten muss.

Foto:

Heinz Schliehe
Autor:
Heinz Schliehe


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