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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Integration keine Einbahnstraße"
Zwischenüberschrift:
Ferienbetreuung für Kinder mit Handicap
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Damit gerade auch Frauen Familie und Beruf besser vereinbaren können, gibt es im Raum Osnabrück zahlreiche Betreuungsangebote für Kinder. Die Plätze in den Tageseinrichtungen und in der Tagespflege werden derzeit ausgebaut. Während der Ferien laufen in den Kommunen verschiedene Aktionen. Auch Kinder mit Handicap werden betreut.
Die Horst-Koesling-Schule ist eine staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte für Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf ihrer geistigen Entwicklung. Sie hat vor Jahren eine eigene Ferienbetreuung für behinderte Kinder initiiert. Von 1990 bis 1993 gab es während der Sommerferien an der Einrichtung der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) eine " Notgruppe" für zehn Schüler. Als Volker Tews 1993 Schulleiter wurde, schaffte er die negative Bezeichnung ab und kümmerte sich um eine Einbindung des schuleigenen Freizeitprogramms in die Ferienangebote der Stadt.
Das Osnabrücker Sommerprogramm " Ferienpass" bietet Sport, Spiel, Natur, Bildung und Kultur für Kinder zwischen vier und 17 Jahren. Tews′ Ansatz: " Warum sollen behinderte Kinder vom Ferienpass ausgeschlossen werden?" Mit der Idee der Verzahnung der Angebote sei er bei der Stadt offene Türen eingerannt, berichtet Tews. Seither werden die Projekte der Horst-Koesling-Schule im Ferienprogramm der Stadt mit aufgeführt. Die entsprechenden Kurse sind mit dem Emblem " behindertengerecht" gekennzeichnet. Auch junge Gehandicapte, die nicht zur Koesling-Schule gehen, nehmen vereinzelt an den Aktionen teil. Das Besondere an der HHO-Einrichtung: Sie schließt nur an 30 Tagen im Jahr (Regelschulen haben etwa doppelt so lange dicht). Davon gibt es an 15 Tagen zur Entlastung der Eltern Aktivitäten in den Sommerferien. 20 bis 30 Kinder mit Behinderungen nehmen an der dreiwöchigen Betreuung in den insgesamt vier Sommerferienwochen an der Koesling-Schule teil.
Für Osnabrücker zahlt die Stadt einen Zuschuss, für Landkreis-Kinder springt die Sparkassen-Stiftung ein. Um Fahrten, Eintritte und die verlässliche Betreuung von 8 bis 15 Uhr gewährleisten zu können, entrichten auch die Eltern einen Obolus. Überdies unterstützt der Schul-Förderverein die Aktionen.
Organisiert werden etwa Fahrten in den Zoo oder in Freizeitparks sowie Bewegungsangebote und gemeinsames Kochen. Zu offenen Angeboten in der Einrichtung wie Snoezelen können sich auch Nichtbehinderte anmelden. Tews setzt sich dafür ein, dass die Integration keine Einbahnstraße ist, also auch behinderte Kinder nach dem Prinzip der Gleichstellung einfacher am regulären Ferienspaßprogramm teilnehmen können.
Auch wenn längst nicht alles optimal läuft zum Beispiel mit der Ferienpass-Bezuschussung für Gehandicapte –, so ist Schulleiter Tews doch zufrieden mit dem bisher Erreichten. Da auch an der Montessori-Schule in zwei Ferienwochen Aktivitäten laufen, werden während der Sommerferien in Osnabrück nach seinen Schätzungen 40 bis 60 behinderte Kinder versorgt. Viele andere Eltern mit gehandicapten Kindern benötigten wegen anwesender Geschwister keine Unterstützung.
Autor:
hedi


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