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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Hände nicht in den Schoß legen
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Die geheimen Wege des Atommülls" und dem Kommentar "Nicht auf Kosten der Menschen" von Stefan Prinz (Ausgabe vom 22. Oktober).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Der Artikel über den geheim gehaltenen Transport von abgereichertem Uranhexafluorid durch den Osnabrücker Bahnhof am 17. Oktober war erfreulich ausführlich und gut recherchiert. Ergänzen möchte ich noch, dass die bei Kontakt von Uranhexafluorid mit Feuchtigkeit entstehende Flusssäure auch dadurch besonders gefährlich ist, dass sie in Gasform am Unfallort große Bereiche verseucht. Noch fataler als die Ätzwirkung ist die Toxizität der Flusssäure, die sehr schnell zu Atem- und Herzstillstand führen kann. Der Transport vom 17. Oktober wurde im Münsteraner Bahnhof zur Mittagszeit gesichtet nicht auszudenken, wie viele Menschen im Falle eines Unfalls betroffen wären! Der Kommentar des Autors war leider ein Schlag ins Gesicht all der vielen Menschen, die sich nicht nur am Stammtisch über die Atompolitik der schwarz-gelben Koalition aufregen, sondern die ihren Protest auf der Straße zum Ausdruck bringen, sei es bei Anti-Atom-Spaziergängen in Osnabrück, Infoständen, Menschenketten oder auch auf der Castor-Strecke nach Gorleben. Zu über 99 Prozent wird dieser Protest von gewaltfreien Menschen getragen, und das sollte auch so in den Medien widergespiegelt werden. Ferner erweckt der Kommentator den Eindruck, dass jetzt nach dem Beschluss, acht Reaktoren stillzulegen, alles doch in schönster Ordnung sei und die Proteste womöglich fehl am Platze seien. Leider ist dem ganz und gar nicht so! Neun Reaktoren laufen weiter, davon sieben bis 2022! Und keiner weiß, wohin mit dem Müll. Ferner wird in Gronau und Lingen munter weiter für ausländische AKW Brennstoff hergestellt.

Ein weiterer Grund, noch nicht die Hände in den Schoß zu legen: Die Bundesregierung ist gerade dabei, ein großes Atomprojekt (Angra III in Brasilien) durch Hermesbürgschaften abzusichern, damit sich Siemens eine goldene Nase daran verdienen kann."

Dr. Renate Vestner-Heise

Osnabrück

Bildtext:
Button am Ohr.

Foto:
dapd
Autor:
Dr. Renate Vestner-Heise


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