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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wann ist der Gehweg ein Radweg?
Zwischenüberschrift:
Regeln für Kinder im Straßenverkehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Viele lernen bereits im Alter von drei Jahren Rad fahren. Sie lernen bremsen, auf- und absteigen. Das fordert aber schon viel Konzentration von den Kleinen, sodass sie sich nicht allein aufmerksam im Straßenverkehr bewegen können.

Gerade im Kleinkindalter sind die Motorik und der Gleichgewichtssinn noch nicht voll ausgeprägt. Deswegen gibt es besondere Regeln für Kinder, die sich mit dem Rad im Straßenverkehr bewegen. Laut der Straßenverkehrsordnung müssen sie bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf dem Gehweg fahren, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Das ist Pflicht. In diesem Alter zählt das Fahrrad noch nicht als Verkehrsmittel, sondern als ein Spielzeug.

Kinder zwischen acht und zehn Jahren haben die Wahl, ob sie auf dem Gehweg oder auf der Straße fahren beides ist erlaubt. " So ist ein fließender Übergang möglich, und die Eltern können nach dem individuellen Entwicklungsstand ihres Kindes entscheiden, wo es fahren soll", sagt Susanne Osing von der Landesverkehrswacht Niedersachsen.

Eltern sollten ihre Kinder im Straßenverkehr begleiten. Kinder reagieren häufig spontan und sind noch von ihrem Spieltrieb geleitet. Auch können sie Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht einschätzen.

Sie sind einfach körperlich noch zu klein, um sich einen Überblick im Straßenverkehr zu verschaffen. Die Eltern sollen den Kleinen Sicherheit geben und ihnen den Straßenverkehr erklären. Für Eltern gilt allerdings laut Straßenverkehrsordnung ein Fahrverbot auf Gehwegen. Sie müssen die Straße oder den Radweg nutzen, sofern einer vorhanden ist.

Ob sie hinter ihrem Kind oder vor ihm fahren, ist ihnen selbst überlassen, dafür gibt es keine Regelung. " Ich würde aber immer empfehlen, hinter dem Kind zu fahren, um es im Blick zu haben", sagt Susanne Osing.

In der Grundschule gibt es in der dritten und vierten Klasse im Sachunterricht Verkehrserziehung. Dort bekommen die Schüler eine Radfahrausbildung und Grundlagen der Verkehrsregeln vermittelt. Abschließend müssen die Kinder eine praktische Prüfung ablegen und bekommen dann einen Fahrradpass ausgestellt. Hannelore Herlan, Pressesprecherin von der deutschen Verkehrswacht, empfiehlt, Kinder erst nach bestandener Radprüfung allein zur Schule fahren zu lassen.

Auch Katrin Elbert aus Voxtrup lässt ihre sechjährige Tochter Laura nicht allein mit dem Fahrrad fahren. " Die Kinder dürfen erst ab der vierten Klasse mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Das ist Anordnung von der Schule", erzählt sie. Ihre Tochter ist auch immer mit einem Helm unterwegs.

" Helme sind ganz wichtig, und ihr Schutz wird unterschätzt, aber auch Reflektoren sind nötig", weiß Hannelore Herlan. Gerade in der dunklen Jahreszeit machen sie Kinder im Straßenverkehr sichtbar.

Die Schule in Voxtrup hat für die Grundschüler einen " Walking Bus" organisiert. Rentner oder Eltern holen die Kinder an bestimmten Haltestellen ab und gehen gemeinsam mit ihnen zu Fuß zur Schule. So lernen sie den Schulweg kennen und kommen sicher dort an. Katrin Elbert hält das für eine sinnvolle und gute Idee, weil die Erwachsenen die Kinder gleich auf Gefahren aufmerksam machen können.
Bildtext:
Sicher unterwegs: Die sechsjährige Laura fährt neben ihrer Mutter Katrin Elbert auf dem Gehweg. Laut Straßenverkehrsordnung darf sie das.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Kathrin Pohlmann


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