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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Elternrat will flächendeckend Oberschulen
Zwischenüberschrift:
Im Sommer 2012 sollen alle Haupt- und Realschulen verschwinden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Geht es nach dem Stadtelternrat, wird es vom Sommer 2012 an keine Haupt- und Realschulen mehr in Osnabrück geben. Das Gremium will für die flächendeckende Einführung der Oberschule eintreten. Das ergab ein vorläufiges Meinungsbild während der vergangenen Sitzung.

20 Mitglieder des Stadtelternrats stimmten für die gleichzeitige Einführung der Oberschulen, vier stimmten dagegen, drei enthielten sich. Dass es sich dennoch nicht um einen offiziellen Beschluss handelte, lag an einer Formalie: Ein Mitglied hatte festgestellt, dass die Einladung zum Stadtelternrat ein paar Tage zu spät abgesendet worden war. So war die Sitzung nicht beschlussfähig, obwohl zu diesem Termin besonders viele Teilnehmer gekommen waren. Deshalb wird während der nächsten Versammlung am Mittwoch, 23. November, erneut abgestimmt.

Dieses Mal war der Stadtelternrat zu Gast in der Möser-Realschule an der Lotter Straße, für die in der Verwaltung bereits ein Plan in der Schublade liegt: Danach soll diese Realschule im kommenden Jahr in das Gebäude einziehen und beide gemeinsam eine Oberschule bilden. Dieses Vorhaben ist bei Eltern und Lehrern der Möser-Realschule umstritten, doch Schulleiter Fritz Ringling verabschiedete sich von der Stadtelternratssitzung, bevor dieser Tagesordnungspunkt dran war. Kurz vorher hatte er den Eltern erläutert, dass jedes Jahr 35 bis 45 Prozent seiner Zehntklässler die Zugangsberechtigung für die gymnasiale Oberstufe erreichen.

Ausgerechnet in dieser Schule machte sich der Stadtelternrat für die Oberschule stark. Matthias Mählmann, Vorsitzender des Gremiums, hatte appelliert, das Projekt nicht an nur einem Standort beginnen zu lassen. Und zwar wegen der gerechten Verteilung der Schulformen: " Wir haben sechs Realschulen und zwei Hauptschulen. Wenn wir mit einer Oberschule anfangen, nimmt sie eine ganze Hauptschule auf, und später teilen sich fünf Realschulen eine Hauptschule."

Auch Karla Poffers meinte: " Wenn wir die Oberschule einführen, dann als Ersatz für alle Haupt- und Realschulen." Barbara Schwarz zeigte sich als Gegnerin des Projekts: " Damit wird aus dem dreigliedrigen Schulsystem ein zweigliedriges. Für Realschüler ist das eine Abwertung."

Das Gremium diskutierte außerdem darüber, inwieweit die Eltern von Grundschülern einbezogen werden, deren Kinder in den kommenden Jahren in die Oberschule kommen. Matthias Mählmann plädierte für eine zusätzliche Elternbefragung, Petra Knabenschuh dagegen. Schließlich seien die Mitglieder des Stadtelternrats von den Eltern deshalb gewählt worden, um sich mit solchen Themen zu beschäftigen.

Den " einzigen Knackpunkt" sieht Petra Knabenschuh in der Frage nach einem Gymnasialzweig in der Oberschule. Für Matthias Mählmann ist vor allem wichtig: " Der Unterricht sollte jahrgangsbezogen sein statt schulzweigbezogen." Ludger Glosemeyer setzt auf Zusagen aus Hannover: " Die bessere Ausstattung, mit der das Land Niedersachsen die Oberschulen finanzieren will, sollten wir uns nicht entgehen lassen."

Bildtext:

Die Hauptschule Innenstadt soll mit der Möser-Realschule eine Oberschule bilden. Das sieht das Konzept der Verwaltung vor. Der Stadtelternrat will mehr: eine Verschmelzung aller Haupt- und Realschulen in Osnabrück.

Foto:

Michael Hehmann
Autor:
Hans Brinkmann


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