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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Steckenpferde aus der Türkei eingeflogen
Zwischenüberschrift:
Austauschschüler reiten mit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Einen längeren Weg haben Osnabrücker Steckenpferde wohl noch nicht zurückgelegt. Aus ihrer Heimatstadt Çanakkale im Nordwesten der Türkei haben Schüler die dort gefertigten hölzernen Symbole des Westfälischen Friedens für das Steckenpferd reiten am Donnerstag mitgebracht.

Beinahe wären sie unterwegs verloren gegangen. Aber rechtzeitig zum Empfang im Friedenssaal konnten die acht Unikate nachgeliefert werden. Nicht nur rund 1400 Osnabrücker Viertklässler, sondern auch die sechste Klasse aus der türkischen PartnerstadtÇanakkale werden so morgen um 17 Uhr von der Johanniskirche aus losziehen, um an die Verkündung des Westfälischen Friedens auf der Treppe des Rathauses im Jahre 1648 zu erinnern. Dort endet dann auch der Umzug gegen 18 Uhr mit der traditionellen Brezelausgabe durch den Oberbürgermeister.

Die frischgebackenen Städtebotschafter werden beim Umzug das Osnabrücker Rad, eine Friedenstaube und ein Steckenpferd in Übergröße tragen. Aus leichtem und wetterfestem Holz hergestellt wurden die drei Friedenssymbole, die in diesem Jahr zum dritten Mal zum Einsatz kommen, im Jahr 2009 von Teilnehmern der Jugendwerkstatt Dammstraße, die seitdem auch für deren Instandhaltung zuständig ist. Das Rad musste bereits einmal nachgebaut und die Ständer stabilisiert werden. Beim Steckenpferd reiten selbst werden sechs Jugendliche aus der Werkstatt Luftballons verkaufen.

" Es geht bei diesem traditionellen Friedensfest schließlich auch darum, zu zeigen, dass sich alle engagieren", betont Anke Bramlage vom Projektbüro des Kulturamtes, wo die drei etwa vier Meter hohen Holzfiguren ganzjährig auch dann zu sehen sind, wenn sie nicht gerade wie morgen als mobile Friedenssymbole zum Tragen kommen. Für die Ismail-Kaymak-Schule, mit der im Rahmen der Städtepartnerschaft seit 2004 ein reger Austausch gepflegt wird, ist es nicht die erste Teilnahme am Osnabrücker Steckenpferdreiten. Bereits vor fünf Jahren bereicherten türkische Gastschüler den Umzug. Und es wird sicher auch nicht das letzte Mal sein. Laut Anke Bramlage ist sogar ein regelmäßiges Mitwirken angedacht.

Drei Wochen lang habe die Klasse an ihren osnabrück typischen Mitbringseln gearbeitet, berichtet ihre engagierte Deutschlehrerin Selma Cambaz, die ihren Schülern bei der individuellen Gestaltung ihrer Steckenpferde vom Fell bis zu den Knopfaugen alle Freiheiten gelassen hat. Herausgekommen ist eine bunte Mischung hölzerner Friedensboten. Von Rot über Blau bis zu Neongrün: Bei dieser wilden Horde sind auch bezüglich der Farben der Mähnen keinerlei Grenzen gesetzt. Und ein anatolisches Pferd trägt sogar einen Schal. Den wird es morgen möglicherweise gut gebrauchen können.
Bildtexte:
Wilde Horde: Schüler aus der türkischen Partnerstadt präsentieren ihre selbst gemachten und gestalteten Steckenpferde auf der geschichtsträchtigen Rathaustreppe.
Friedenstrilogie: Rad, Taube und Steckenpferd, präsentiert von jungen Leuten der Jugendwerkstatt Dammstraße und den neuen Städtebotschaftern.
Fotos:
Elvira Parton / Uwe Lewandowski
Autor:
Matthias Liedtke


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