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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Noch viele Baustellen, aber auch Fortschritte
Zwischenüberschrift:
Beim 45. Schinkelgang ging es um den Haseuferweg, den Güterbahnhof und die neue Kita im Wasserwerk
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die wichtigsten Stationen beim diesjährigen Schinkelgang waren der Haseuferweg, das Neubaugebiet Lenethunweg, die Kita im alten Wasserwerk und das neu eröffnete Rosenburgcenter. Die Diskussion drehte sich um den Güterbahnhof, den Ostzugang zum Hauptbahnhof und Erweiterungsflächen für KME.

Carsten Friderici und Heinrich Grofer begrüßten als Vorsitzende des Bürgervereins Schinkel von 1912 an die 50 Schinkelgänger. Treffpunkt war der Neubau der Firma Restemeier. Der Kfz-Werkstatt-Betrieb hat an der Carl-Fischer-Straße einen 900 Quadratmeter großen Erweiterungsbau in Betrieb genommen und damit seine Werkstattflächen fast verdoppelt. Die damit einhergehende weitere Belebung der Gewerbeflächen auch östlich des Haseparks wurde allgemein begrüßt.

Beim Gang auf dem Uferweg entlang der renaturierten " Klöckner-Hase" tauchte natürlich die Frage auf, wann denn der Haseuferweg in Richtung Lüstringen weitergebaut werde. Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau und, wie Friderici herausstellte, wiederum in seiner Freizeit für Schinkel unterwegs, sprach von zwei bis drei Jahren bis zur Vollendung des Lückenschlusses.

Unter der neuen Schellenbergbrücke sei die Wegführung vorbereitet. Größerer Aufwand müsse unter anderen Brücken getrieben werden. Das Niveau des Uferweges sei so weit abzusenken, dass es unter den Hase-Pegel gerate. Das mache eine Trog-Konstruktion erforderlich.

Entlang neuer freundlicher Häuser und Gärten am Lenethunweg (benannt nach dem Schneidermeister Johann Lenethun, der vor 500 Jahre einen Volksaufstand gegen Herrschaftswillkür anzettelte) und Am Schützenhof erreichen die Schinkeler Bürger das alte Wasserwerk an der Mindener Straße. Seit einem Jahr füllt die integrative Kindertagesstätte der Heilpädagogischen Hilfe das 120 Jahre alte Gemäuer des ersten Osnabrücker Wasserwerks mit Leben. Heute ganz besonders, da gerade Flohmarkt für Kindersachen ist.

Leiter Markus Weckermann stellt die Einrichtung vor, in der Kinder mit 17 verschiedenen Migrationshintergründen friedlich zusammen spielen, und lädt alle Schinkelaner ein, doch häufiger mal hereinzuschauen. Verschmitzt verrät er dabei einen Hintergedanken: Er sei noch auf der Suche nach weiteren Vorlese-Opas und - Omas.

Das neu eröffnete Rosenburg-Center bekam von den Schinkelgängern durchweg gute Kritiken. " Wenn ich noch dran denke, wie man hier mit aufgespanntem Regenschirm einkaufen musste, weil es durchregnete, dann ist das doch jetzt ein großer Schritt nach vorn", meinte ein Bürger. Nachdem Schürings versicherte, dass auch bald Bäume auf den Pflanzstreifen zwischen neuem Parkplatz und Mittelburgstraße gepflanzt würden, stieg die Zufriedenheit abermals.

Der Schinkelgang endete im Multifunktionsraum des Seniorenheims Haus Schinkel. Geschäftsführer Eckhard Kallert sprach von guten Belegungszahlen des vor vier Jahren in Nutzung gegangenen Hauses, bevor er den Versammlungsraum, der auch als Andachtskapelle dient, dem Bürgerverein für die Diskussionsrunde " Schinkeler Belange nachgefragt" überließ. Wie geht es auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs weiter? Das wollten die Schinkelaner gern vom Stadtplaner Franz Schürings wissen. Der konnte im Wesentlichen aber auch nur Fragezeichen zurückgeben.

Der Immobilienentwickler Aurelis habe das 18 Hektar große Gelände an Privatleute verkauft. Die hätten eine Voranfrage für einen Solarpark gestellt, der aber eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans notwendig mache. Unklar sei, ob die vorgesehenen Grünzüge auch mit Solarpanelen vollgestellt würden dürften. Auch die Zukunft des denkmalgeschützten Ringlokschuppens sei unklar.

Den geplanten Baubeginn für die neue Straßenbrücke der Hamburger Straße über die unteren Bahngleise – " Anfang 2012" sah Schürings als akut gefährdet an, da notwendige Vereinbarungen mit der Bahn noch nicht hätten getroffen werden können.
Bildtext:
Zu Fuß durch den Stadtteil: Knapp 50 Interessierte nahmen am Schinkelgang 2011 der Bürgervereine teil.
Foto:
Joachim Dierks
Autor:
Joachim Dierks


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