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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Starthilfe für kluge Köpfe
Zwischenüberschrift:
Denkfabrik in ehemaliger Kaserne
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Verwandlung der ehemaligen Briten-Kaserne am Westerberg in eine Denkfabrik tritt ins nächste Stadium. Stadt, Landkreis, Stadtwerke und die Sparkasse unterzeichneten gestern den Vertrag über die Gründung einer Immobiliengesellschaft, die das Fundament zum Bau des " InnovationsCentrums Osnabrück" (ICO) legt.

Das Zentrum soll klugen Köpfen von den Hochschulen die Gründung einer eigenen Firma erleichtern und sie damit in der Region halten. Das Innovationszentrum wird etwa zehn Millionen Euro kosten. Fast die Hälfte trägt die Europäische Union, die aus dem Topf zur Förderung regionaler Entwicklung (EFRE) 4, 1 Millionen Euro beisteuert. Die Stadt und der Landkreis beteiligen sich über ihre Finanz- und Beteiligungsgesellschaften jeweils mit einer Million Euro. Die Sparkasse Osnabrück steigt mit zwei Millionen Euro ein. Jeweils 1, 26 Millionen bringen die Stadtwerke Osnabrück und die gestern gegründete ICO Immobilien GmbH ein.

Die Immobiliengesellschaft, die ihren Eigenanteil aus Krediten finanziert, wird zunächst 8300 Quadratmeter am Eingang der Kaserne an der Sedanstraße kaufen, dort ein dreigeschossiges Technologiezentrum bauen und an die (noch zu gründende) Betreibergesellschaft " InnovationsCentrum Osnabrück" vermieten. Diese Gesellschaft stellt innovativen Existenzgründern die Räume preisgünstig zur Verfügung.

Die Geschäftsführung der Immobilien-Gesellschaft teilen sich Jürgen Adammek (aus der Stadtverwaltung) und Peter Schone (für den Landkreis). Die Ibbenbürener Firma AGN übernimmt die Generalplanung. Im kommenden Jahr soll der Bau des ICO beginnen.

Das " InnovationsCentrum" entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus auf dem Westerberg. Insgesamt stehen 8, 8 Hektar für den künftigen Wissenschaftspark zur Verfügung. Sie befinden sich in Besitz der städtischen Finanz holdung OBG. Die ehemalige Scharnhorstkaserne ist 14, 4 Hektar groß. Die übrigen Flächen will die Bundesagentur für Im mobilienaufgaben (Bima) für den Wo hnungsbau vermarkten.

Oberbürgermeister Boris Pistorius und Landrat Manfred Hugo sprachen gestern nach der Vertragsunterzeichnung übereinstimmend von einem " Meilenstein" für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Das ICO werde in den gesamten Wirtschaftsraum ausstrahlen, den Hochschulstandort stärken und dazu betragen, " dass die hier gut ausgebildeten Studenten den Übergang von der Hochschule in die Wirtschaft schaffen und hier in der Region bleiben". Pistorius lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. " Manfred Hugo und ich haben an einem Strang gezogen, und das auch am selben Ende", so Pistorius. Die " anfänglichen Hürden" und Bedenken seien schnell aus dem Weg geräumt worden.

Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann kündigte an, dass die Stadtwerke im ICO ein Institut gründen werden, das Hochschulabsolventen bei Abschlussarbeiten betreut. Sparkassen-Vorstand Johannes Hartig ergänzte: " Wir hoffen, dass aus den Samenkörnern, die in das , InnovationsCentrum′ eingepflanzt werden, erfolgreiche Unternehmen wachsen."

Bildtext:
Das " InnovationsCentrum" (ICO) entsteht in der ehemaligen Briten-Kaserne an der Sedanstraße in Osnabrück. Der erste Spatenstich soll nächstes Jahr erfolgen. Geplant ist zunächst ein Gebäude.

Grafik:
Stadt Osnabrück

Kommentar:
Brutkasten
Bei allem Lob über die zukunftsweisende Entscheidung zum " InnovationsCentrum" sollte nicht übersehen werden: Das ICO wird die öffentliche Hand auf Dauer Geld kosten. Betriebswirtschaftlich betrachtet: Der Wirtschaftsplan der Betreibergesellschaft sieht ein jährliches Defizit von 330 000 Euro vor, die von Stadt und Landkreis aufzubringen sind. Die volkswirtschaftliche Bilanz sieht aber ganz anders aus: Die Investition wird sich reich auszahlen. Der Wissenschaftspark ist eine effektive Anschub- und Schlüsselinvestition zur Förderung der regionalen Wirtschaft.
Das " InnovationsCentrum" bietet die Chance, Hochschulabsolventen mit pfiffigen Ideen in der Region zu halten. Sie können im Brutkasten ICO unter optimalen Bedingungen ihre unternehmerischen Keimzellen gedeihen lassen. Irgendwann werden daraus Firmen heranwachsen, die neue, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Daran gemessen, ist das Minus der Betreibergesellschaft leicht zu verkraften.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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