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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die aromatische Welt des Kaffees
Zwischenüberschrift:
Messe zur Ausstellung "Dufte Bohne" im Museum Industriekultur
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kaffee das liebste Getränk der Deutschen. Mit 150 Litern pro Jahr und Kopf übertrifft es selbst den Bierkonsum. Dabei ist Kaffee nicht gleich Kaffee. Der urdeutsche Filterkaffee hat durch italienische Kaffeebars und amerikanische Lifestyle-Cafés Konkurrenz bekommen.
Immer mehr Konsumenten möchten Cappuccino, Latte macchiato und Co. auch zu Hause genießen. Zwar setzen 75 Prozent aller Konsumenten nach wie vor auf den klassischen Röstkaffee, doch Kapseln und Pads zur einfachen Zubereitung von frischen Kaffeespezialitäten sind ein Trend.
" Die erste große Welle der teuren Kaffeevollautomaten ist allerdings vorbei," erklärte Kaffee-Spezialist Thomas Wild von " Prager & Wild" bei der Kaffeemesse im Museum Industriekultur. Außerdem mache eine chromblitzende Espressomaschine allein noch keinen guten Kaffee, es komme vor allem auf die richtigen Bohnen mit der entsprechenden Röstung an: " Wenn der Espresso auch ohne Zucker schmeckt, ist das ein sicheres Qualitätskriterium."
Während sich Besucher der Kaffeemesse im Museum Industriekultur am Stand von " Prager & Wild" in die Welt des italienischen Caffès einführen lassen konnten, ging es ein paar Stände weiter exotischer zu. Dort wurde eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie vorgeführt, bei der die Kaffeebohnen mit Weihrauch geröstet werden. Abiy Tsegaye erklärte die jahrhundertealten Rituale und den Ablauf der Zeremonie. In Äthiopien sei die Kaffeezubereitung ein soziales Ereignis. " Nachbarsfrauen laden sich reihum mehrmals am Tag dazu ein und tauschen die wichtigsten Neuigkeiten aus. Niemand käme bei uns auf die Idee, allein Kaffee zu trinken."
Im Museumscafé kam Wiener Kaffeehausatmosphäre auf, als Arthur Mazurkowski, Juri Artamonov und Martin Gehrmann zusammen mit Dietrich von der Hase zum " Pausenkaffee" aufspielten.
Und auch " Kaffeekunst" gab es zu sehen: Künstler Hans Dieter Nass aus Blaustein bei Ulm stellte seine Bilder, gemalt mit Kaffee und Kaffeesatz, aus. Auf die Idee, mit Kaffee zu malen, ist er gekommen, nachdem seine Kaffeetasse einmal verschlungene Ränder auf dem darunter liegenden Papier hinterlassen hatte. Das Kaffeebraun gefiel ihm so gut, dass er damit zu experimentieren begann.
Außer einer Führung durch die Sonderausstellung " Dufte Bohne. Vom Kaffeemachen in Osnabrück", die noch bis zum 9. Oktober geöffnet ist, lockten auch Mitmachaktionen für Groß und Klein die Besucher an. Sie konnten ausprobieren, mit Kaffee zu malen, eigenhändig Kaffeebohnen rösten oder kleine Kaffeesäckchen aus Jute bedrucken.

Bildtexte:

Die Qual der Wahl: Auf die richtige Bohne kommt es an.

Ein guter Kaffee streichelt nicht nur die Zunge, sondern verwöhnt auch die Nase. Besucher der Messe konnten eine Menge über die gerösteten Bohnen lernen.

Einblick in die äthiopische Kaffeezeremonie.

Fotos:

Thomas Osterfeld
Autor:
rbru


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