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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gemüseanbau in Theorie und Praxis
Zwischenüberschrift:
Gartenprojekt der Thomas-Morus-Schule kommt Kindergarten St. Antonius zugute
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gesünder essen, das ist die Idee, die hinter einem Gartenprojekt steckt, bei dem Schüler der Thomas-Morus-Schule tatkräftig anpacken. An dem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten können sich die Kinder des Kindergartens St. Antonius in Haste erfreuen.

Schüler mit Gartenhandschuhen, Spaten und Hacken gehen ans Werk und holen alles aus der Erde, was im neuen Beet nichts mehr zu suchen hat. Arbeitseifrig sind die Achtklässler des Wirtschaftskurses am Werk, während einige Mädchen überlegen, wie die Pflanzen angelegt werden sollen, und erste Skizzen zeichnen. " Es macht Spaß, mal aus der Schule rauszukommen und was anderes zu machen", so die 13-jährige Sina Preikschat.

Später sollen dort, wo jetzt noch in der Erde gewühlt wird, unter anderem Brombeeren, Zucchini, Tomaten und Kräuter wie Dill, Thymian und Petersilie wachsen. Lehrer Michael Nardmann bringt die Kids an die Arbeit. " Jeder kann nach seinen Fähigkeiten mitarbeiten. Die einen wissen schon genau, was zu tun ist, andere, die wohnbedingt keinen Garten haben, machen so etwas zum ersten Mal", berichtet er. Als bestes Vorbild motiviert er seine Schützlinge. Die Schüler des Wahlpflichtkurses Wirtschaft lernen in einem praktischen und theoretischen Teil, wie Gemüse angebaut wird und wie Preisbildung und Wettbewerb auf dem freien Markt funktionieren. Masooma Butt (15) ist begeistert von dieser Kombination: " Das macht so viel Spaß. Ich würde kein anderes Fach wählen wollen!"

Profitieren sollen im nächsten Jahr die Kindergartenkinder des Hauses für Kinder und Familien St. Antonius. " Ich finde es gut, wenn sie sehen können, wie etwas wächst", so Leiterin Monika Bellgardt. Der Kindergarten, der den Kleinen konzeptionell das Zusammenspiel zwischen Natur und Schöpfung vermittelt, legt besonderen Wert auf gute Ernährung. Das von den Schülern angelegte Beet soll der nächste Schritt zur Eigenständigkeit sein, indem die Kinder sehen, wie beispielsweise eine Tomate wächst. " Kinder, die zu Hause kein Gemüse essen, trauen sich mit dieser Erfahrung einfach mehr zu probieren", weiß Jakline Ögütveren, Köchin und Hauswirtschafterin des Kindergartens. Der Teller muss bunt und lecker aussehen, so ihr Motto. Das wissen auch die Schüler zu schätzen, die sich bei der Gartenarbeit immer besonders auf die stets obst- und gemüsereiche Verpflegung freuen.

" Uns ist der Umweltgedanke ebenso wichtig wie die Verantwortung, die die Schüler durch das Projekt für die Ernährung unserer Kinder übernehmen", erklärt Bellgardt und freut sich über die gute Kooperation mit der Thomas-Morus-Schule.

Bis zu den Herbstferien wollen die Schüler das Beet winterfest machen, und im nächsten Frühjahr können sich alle gemeinsam auf die ersten grünen Ergebnisse freuen.

Bildtexte:

Mit Spaten und Hacken holen die Schüler des Wirtschaftskurses alles aus der Erde, was im neuen Beet nichts mehr zu suchen hat.

Hier wird bald neu gepflanzt.

Die alten Pflanzen müssen weg.

Fotos:

Thomas Osterfeld
Autor:
Beatrice Henke


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