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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Schweinsaffen bekommen einen Tempel
Zwischenüberschrift:
Statt Betonfelsen: Weitere Attraktion im Zoo am Schölerberg nimmt Gestalt an.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bis zum nächsten Frühjahr werden sich die 17 Schweinsaffen am Schölerberg noch gedulden müssen. Dann können sie ein neues Zuhause beziehen, das es in sich hat. Seit Februar wird anstelle der Betonfelsen eine täuschend echte Tempelruine nachgebildet, die das kambodschanische Angkor Wat zum Vorbild hat. Gestern informierte der Zoo über den Stand der Bauarbeiten.
Die alte Anlage aus Sichtbeton war bei ihrer Eröffnung in den Siebzigerjahren der letzte Schrei. Doch zuletzt galt sie als Schandfleck im Osnabrücker Zoo, der sich an anderer Stelle mächtig ins Zeug gelegt hat. Takamanda und Kajanaland sind die neuesten Attraktionen.
Wie in der freien Natur
Detlef Gehrs, Chefgestalter im Zoo, hatte die Idee, den Affenfelsen in eine asiatische Erlebnislandschaft umzuwandeln. Eine solche Planung lag nahe, denn in der freien Natur haben Schweins affen auch so manche alte Tempelanlage erobert. Bei seinen Planungen sichtete Detlef Gehrs mehrere Tausend Bilder vom kambodschanischen Weltkulturerbe Angkor Wat und ließ sich auch vom Trickfilmklassiker " Das Dschungelbuch" inspirieren.
Ein Team von sechs bis acht Handwerkern hat die alten Betonfelsen inzwischen Stufe für Stufe komplett eingemauert und mit einer täuschend echten Tempelmauer versehen. Besucher können künftig durch einen 40 Meter langen Gang durch die Ruine schlendern und dabei durch große Fenster beobachten, wie die Schweinsaffen klettern, spielen, toben und in einem Schwimmbecken planschen.
Für die Tiere wird sich aufgrund der vielen verschiedenen Ebenen das Platzangebot verdoppeln. " Die Schweinsaffen werden begeistert sein", ist Zoo-Präsident Reinhard Coppenrath überzeugt. Die Tiere haben die Bauarbeiten derzeit übrigens fest im Blick, denn sie haben vorübergehend eine Bleibe in der alten, gegenüberliegenden Schimpansenanlage gefunden.
Mit dem 15, 5 Meter hohen Affentempel wird der Zoo auf einer Grundfläche von 875 Quadratmetern ein begehbares Bühnenbild schaffen. Damit das gelinge, müssten die Zoo-Handwerker künstlerisches Talent beweisen, sagt Detlef Gehrs: " Wir formen aus Spritzbeton scheinbar altes Mauerwerk, erschaffen mit Pinsel und Kelle für Tempel typische Strukturen und bauen buddhistische und hinduistische Skulpturen und Steinwandbilder in Besuchergänge ein." Die Osnabrücker Firma Quick-Mix hat dafür speziell eingefärbten Modelliermörtel geliefert. Für eine perfekte Illusion sorgen Buddhastatuen, die der Zoo von der indonesischen Insel Bali hat kommen lassen.
Die Bauarbeiten für den Affentempel haben im Februar 2011 begonnen. Insgesamt investiert der Zoo in die neue Attraktion 500 000 Euro, wobei nach Auskunft von Geschäftsführer Andreas Busemann die Kosten aufgrund der Eigenleistung überschaubar bleiben. Für den Zeitraum bis 2017 hat der Osnabrücker Zoo bereits weitere Planungen. In Ergänzung der Tempelruine sollen das Tiger- und das Orang-Utan-Gehege in einen ähnlichen Stil umgestaltet werden. Der Baubeginn ist für 2014 geplant. Um die Finanzierung sicherzustellen, strebt der Zoo die neue Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft an.

Bildergalerie
auf www.noz.de

Bildtexte:

Die Schweinsaffen haben ihr neues Zuhause fest im Blick. Treppen laden nicht nur an der Tempelspitze zum Toben ein.

Der Buddha ist schon da: Chefgestalter Detlef Gehrs erläuterte auf der Baustelle und am Modell, wie der Affenfelsen (rechts) in eine Tempelruine umgestaltet wird. Außerdem im Bild (von links): Nadine Becker (Firma Quick-Mix), Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann und Zoo-Präsident Reinhard Coppenrath.

Fotos:

Elvira Parton
Autor:
Holger Jansing


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