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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gute Noten für den Nahverkehr
Zwischenüberschrift:
Infotag der Verkehrsgemeinschaft rund ums Busfahren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Das ist doch mal eine einwandfreie Sache. Richtig gut", meinte Jürgen Revermann. Mit 64 Jahren muss der Ruheständler nicht mehr jeden Tag unterwegs sein. Bus fahren erleichtert ihm aber das Leben und er machte sich über Mehrfach- und Jahreskarten schlau. Revermann ist gerade erst aus Nortrup zum Schölerberg gezogen. Im Bus habe er seine Fahrt zuerst bezahlen wollen. Wer es wie er nicht wusste, erfuhr es am Samstag spätestens in den Bussen: Bis 18 Uhr waren alle Fahrten umsonst das Portemonnaie blieb in der Tasche.
Mit der Gratis-Aktion warb die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) auf der Straße, im Alltagsbetrieb. Und auf dem Domplatz. Mit zehn Bussen war man hier in den Mittagsstunden aufgefahren jeweils ein Bus pro Partnerbetrieb. Denn die VOS sind nicht nur die Stadtwerke, sondern auch der Landkreis, die Deutsche Bahn, sechs private Busunternehmen und die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn.
" Die Abdeckung mit dem ÖPNV in Stadt und Umland ist wirklich gut. Wenn gestöhnt wird, dann auf hohem Niveau", kam Lob direkt sogar vonseiten der Fahrgäste. Jens Fuhrmeister sprach für den Fahrgastbeirat von einer " guten Leistungsfähigkeit". Auch Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes betonte, wie gut die Strecken und Angebote der VOS-Partner aufeinander abgestimmt seien. " Hier fährt nicht jeder seins", sagte er.
Die Privaten bestärkten diesen Eindruck. Warum zum Beispiel nicht mehr jeder VOS-Busfahrer werden kann, der den Bus-Führerschein hat, sondern eine dreijährige Ausbildung durchlaufen muss, wurde erklärt. Oder wie sich die Technik entwickelt hat mit einem der Elektrobusse, der in Osnabrück abgas- und lautstärkefrei eine Schleifenstrecke zwischen Neumarkt und Johannisfreiheit fährt.
" In den letzten Jahren waren Niederflurfahrzeuge und Klimatisierung Themen beim Busfahren", sagte Stadtwerkechef Rolfes. Heute sei man weiter, Energie spiele eine viel größere Rolle.
Trotzdem hatten Passanten auch ganz alltägliche Anregungen: " Eine Frau kommt an der Hasestraße mit dem Rollator nicht vernünftig in den Bus, weil der Bus an der Haltestelle nicht nah genug an den Bordstein rankann", erzählte Fuhrmeister vom Fahrgastbeirat. Und trotz aller guten Noten sehe der Beirat für die Zukunft Verbesserungsbedarf in Osnabrück etwa sei in Hellern die Taktung zu dünn, in der Dodesheide müsse die Streckenführung verbessert werden, und im Nordkreis reiche die Anbindungen vormittags und am Wochenende nicht.
Den jüngeren Besuchern war das erst einmal egal manche bemalten Busse mit Fingermalfarbe, und der kleine Tobias freute sich, dass er mit den Eltern und der Schwester mit dem Bus in die Stadt fahren konnte. Er hatte nämlich seinen eigenen Spielzeugbus dabei. Und das passte dann so gut.

Bildtext:

Gut besucht: Viele Passanten interessierten sich am Samstagvormittag für die Busse vor dem Dom.

Foto:

Jörn Martens
Autor:
kmoe


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