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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kein Grillverbot im Schlossgarten
Zwischenüberschrift:
Nur die Benutzung von Einweggrills soll untersagt werden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Im Schlossgarten darf weiter gegrillt werden, allerdings nicht mehr mit Einweggrills. Der Betriebsausschuss für den Osnabrücker Service-Betriebs hat diese Regelung einstimmig dem Rat der Stadt empfohlen. Der wird am kommenden Dienstag endgültig über die neue Satzung für die Benutzung öffentlicher Grünflächen entscheiden.

Darin werden zwar nicht nur die Grillmodalitäten in den Osnabrücker Parks geregelt. Aber die Folgen der Bürgeraktivitäten im Schlossgarten an lauen Sommerabenden waren Anlass für die Lokalpolitiker, sich mit dem Thema umfassend zu beschäftigen. Die flach auf dem Gras liegenden Einweggrills hatten den Rasen der zentral gelegenen städtischen Grünfläche besonders geschädigt. Deshalb sollen sie außerhalb ausgewiesener Grillflächen künftig nicht mehr zulässig sein. Auch tiefergelegte handelsübliche Grills von weniger als 30 Zentimeter Beinlänge sind nur noch auf ausgewiesenen Grillflächen erlaubt.

Im Sommer hatte es eine öffentliche Debatte gegeben: Viele Bürger beklagten, dass es Menschen gebe, die ihren Müll nach dem Grillen einfach liegen lassen und andere benötigen, die ihren Dreck wegräumen. Dem mit einem vollständigen Grillverbot zu begegnen, sei der falsche Weg, fanden Diskussionsteilnehmer. Die Ratsmitglieder sahen die Dringlichkeit, mit der im Schlossgarten für Sauberkeit zu sorgen ist, der auch von der Uni als Aushängeschild betrachtet wird.

Die Verwaltung ist mit der neuen Satzung nun diesem Ratsauftrag nachgekommen. Danach sind übrigens auch in allen Parks offene Feuer untersagt. Und auf Spielplätzen sind Rauchen, Trinken sowie Drogenkonsum aller Art verboten.

Für bestimmte andere Nutzungen von Parks und Beeten erteilt die Stadt unter Umständen gebührenpflichtige Genehmigungen. Dazu gehören unter anderem die Lagerung von Baumaterial, die Errichtung von Verkaufsbuden oder Werbeträgern, Darbietungen wie Musik-, Sport- oder Werbeveranstaltungen und das Zelten oder Campen. Auch die Umgestaltung von öffentlichen Grünflächen, zum Beispiel das Bepflanzen des städtischen Baumbeetes vor der Haustür, bedarf des zustimmenden Kopfnickens der Stadtverwaltung.

Bildtext:

Einweggrills dürfen künftig im Schlossgarten und den anderen Osnabrücker Grünanlagen nicht mehr genutzt werden es sei denn, dort ist eine Fläche ausdrücklich als Grillplatz ausgewiesen. Erlaubt bleiben handelsübliche Holzkohlegrills.

Foto:

Colourbox

Kommentar:

Bewährung

Wann immer uns der vergangene Sommer zur Abwechslung ein warmes Wochenende spendiert hat, glich der Schlossgarten am Tag danach einer Müllkippe. Die Zeichen standen daraufhin auf Verbot: Die Verwaltung plante, die gerade bei jungen Osnabrückern beliebten Freiluft-Grillpartys zu untersagen. Zum Glück wird es dazu voraussichtlich nicht kommen. Der Vorschlag, das öffentliche Barbecue weiter zu dulden und lediglich auf der Verwendung geeigneter Grills zu bestehen, spricht für Bürgernähe und Augenmaß. Grill- und Picknickfans sollte allerdings klar sein: Sie stehen unter Bewährung. Sollte das Müllproblem im nächsten Sommer erneut ausufern, dürfte auch die Verbotsdebatte wieder aufleben möglicherweise mit einem anderen Ergebnis als dieses Mal.

Autor:
Michael Schwager / Arne Köhler


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