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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Party mit 140 Nationen
Zwischenüberschrift:
Fest der Kulturen lockt Tausende auf den Marktplatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Besetzung war international, das Wetter typisch für Osnabrück. Beim zehnten Fest der Kulturen erfreuten sich am Sonntag bei wechselhafter Witterung einige Tausend Menschen am kulinarischen und kulturellen Programm rund um den Marktplatz vor dem Rathaus.
39 Info-Stände, 26 Gastro-Stände und 16 Aktionsorte bot das Fest auf. Vom Kinderschminken bis zur Krakauer-Wurst, vom Glücksrad bis zum Bauchtanz reichte das Programm. Das Fest auf dem Marktplatz ist der Höhepunkt der interkulturellen Wochen (" inter.kult"), die noch bis 30. September laufen. " Für die internationalen Vereine ist das Fest der Kulturen wichtig, um sich zeigen zu können", sagte Monika Mittenentzwei vom Büro für Friedenskultur. " Zudem ist es eine wichtige Einnahmequelle für die Vereinskassen und die einzige Möglichkeit, sich mal zu treffen und auszutauschen", sagte Büro-Leiterin Katharina Opladen.
Ihre Worte wurden an den direkt benachbarten Ständen der spanischen und portugiesischen Vereine in die Tat umgesetzt. " Wir holen uns bei den Spaniern Tortillas, und sie holen sich bei uns Sardinien", sagte Maria Custoias, die mit ihrem Vater Antonio Custoias Sequeira das Portugiesische Zentrum an der Bünder Straße repräsentierte.
Fast auf den Tag genau vor 41 Jahren, am 25. September 1970, kam Antonio Custoias Sequeira nach Osnabrück. Bis zur Rente hat er bei Karmann gearbeitet. " Ich hatte die Hoffnung auf ein besseres Leben", erzählte er. Jetzt hat er die Hoffnung, dass die Osnabrücker ins Portugiesische Zentrum kommen: " Wir besuchen nicht nur das Fest der Kulturen, wir möchten auch besucht werden."
Sich vorzustellen war auch für Ruth Kimolo-Lentsch aus Kenia und Manal Moormann aus Ägypten wichtig. Die beiden Frauen, die seit den Neunzigerjahren in Osnabrück leben, gehören zum Verein " Afro-Info-Pool". " Wir wollen Afrikaner dabei unterstützen, das deutsche System zu verstehen", sagten sie. Der Verein biete auch Unterstützung bei Behördengängen.
Am Sonntag mussten Ruth Kimolo-Lentsch und Manal Moormann viele Fragen beantworten. " Die Osnabrücker sind sehr neugierig", sagte die Kenianerin. Ihre ägyptische Kollegin fügte an: " Und sie essen gern." Bei ihnen gab es Samosas, Gemüsebällchen aus Kichererbsen, Zwiebeln und Koriander.
Ralf Kaltschmidt lebt schon seit 49 Jahren in Osnabrück. Er wurde hier geboren. Mit seiner 13-jährigen Tochter Jelena Bohne kam er zum Fest der Kulturen, um kulinarische und interkulturelle Erfahrungen zu machen. " Ich hoffe auf einige Gespräche", sagte der Papa, der seit einigen Jahren die Veranstaltung besucht. Die Tochter schaute unterdessen den vielen tänzerischen Darbietungen auf der Bühne zu.
Dort wurde das Motto "… in Bewegung" von " inter.kult 2011" in die Tat umgesetzt. Neben vielen folkloristischen Tänzen wurde auch der moderne C-Walk von der Gruppe " FortyNineZero" gezeigt. Die meisten Männer, egal aus welcher Kultur, einte die Begeisterung für die Bauchtänzerin Delanna. Und schließlich holten die Moderatoren Darren Grundorf und Markus Riemann den wie sie ihn nannten – " Vortänzer Osnabrücks" auf die Bühne: Oberbürgermeister Boris Pistorius. Er rief allen, die " es noch nicht gemerkt haben", zu: " Osnabrück ist die Stadt, in der 140 Nationen friedlich miteinander feiern."
Zum Abschluss sorgte das Wetter für ein passendes Ende des Fests und zauberten einen bunten Regenbogen in den Osnabrücker Himmel.

Bildergalerie
auf www.noz.de

Bildtext:

Traditioneller Volkstanz darf beim Fest der Kulturen natürlich nicht fehlen und begeisterte mit seiner Farbenpracht gerade viele Kinder im Publikum.

Gerade für junge Besucher gab es viel zu erleben.

Foto:

Egmont Seiler
Autor:
Thomas Wübker


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