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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bahnhof Rosenplatz: Wenn, dann mit Lift
 
Neue Chance für Bahnhof Rosenplatz
Zwischenüberschrift:
Stadt plant Parkhaus und Begegnungsstätte – Kombination mit Haltestelle bietet sich an
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Für einen Bahnhof am Rosenplatz gibt es offenbar reale Chancen. Die Stadt Osnabrück will am Bahndamm ein zweistöckiges Parkhaus mit einer Begegnungsstätte errichten. Ein solches Gebäude ließe sich gut mit einer Haltestelle für den Haller Willem kombinieren.
In Osnabrück bemühen sich mehrere Stellen, die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) von der Notwendigkeit eines Haltepunkts am Rosenplatz zu überzeugen. Sollte dies gelingen, wäre eine Förderung von maximal 75 Prozent der Baukosten denkbar. In den Gesprächen mit der Behörde in Hannover ziehen die Stadt, die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und die Initiative Haller Willem an einem Strang. Für einen Haltepunkt am Rosenplatz habe sich auch Bundespräsident Christian Wulff eingesetzt, sagt LNVG-Sprecher Rainer Peters, damals aber noch in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident.
Nachdem die Planos eine Machbarkeitsstudie vorgelegt hat, erwartet die Landesnahverkehrsgesellschaft jetzt eine Kostenuntersuchung. Im September soll deshalb ein weiteres Gespräch geführt werden.
Als Landesbehörde will die LNVG vor allem eine Antwort auf die Frage, welchen Nutzen ein Haltepunkt bringt, der nur einen Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt ist. Aus den Worten des Pressesprechers klingt durch, dass mit einer Förderung nur zu rechnen ist, wenn der Bahnhof am Rosenplatz einen Zuwachs an Fahrgästen erwarten lässt.
Die Initiative Haller Willem (IHW) favorisiert eine Realisierung in mehreren Schritten. In einer Pressemitteilung ihres Sprechers Johannes Bartelt heißt es, der Anfang könne ein Haltepunkt für Züge in Richtung Bielefeld sein. Später lasse sich der Bahnhof Rosenplatz erweitern, sodass auch Fahrgäste auf der Strecke nach Münster ein- oder aussteigen könnten. 3, 5 Millionen Euro werden für den Seitenbahnsteig, die erste Stufe, kalkuliert.
Für einen zusätzlichen Mittelbahnsteig rechnen die Fachleute mit 12 Millionen Euro, weil die Oberleitung aufwendige Sicherheitsstandards erfordert.
Kostenmindernd könnte sich ein Bauvorhaben der Stadt auswirken. Im Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet rund um den Rosenplatz gibt es konkrete Pläne, zwischen der Spichernstraße und dem Bahndamm eine Quartiersgarage zu errichten. Im Obergeschoss soll eine Jugend-, Freizeit- und Begegnungsstätte eingerichtet werden. Ein solches Projekt sei schon bei einem Wettbewerb 2004 als Sanierungsziel definiert worden und gelte als förderungswürdig, sagt An drea Volk vom Fachbereich Städtebau.
Von gemeinsamem Nutzen wäre, dass ein Aufzug Parkhausnutzern, Besuchern der Begegnungsstätte und Fahrgästen des Haller Willems zugutekäme. Andrea Volk warnt aber vor übertriebenen Hoffnungen. Die Sache sei nicht ganz einfach zu realisieren, es gebe noch viele offene Fragen. Aber das Sanierungsgebiet " Soziale Stadt" biete noch drei oder vier Jahre lang Chancen für eine Finanzierung.
Erschwert wird der Bau einer Haltestelle am Rosenplatz allerdings durch den Umstand, dass die Deutsche Bahn AG vor einigen Jahren auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und Hörne das Gleis 1 abgebaut hat. Die Strecke war damals viergleisig, und das vierte Gleis lag auf der nördlichen Seite des Bahndamms, günstig zum Rosenplatz gelegen.
" Auf diesem Gleis konnten Nahverkehrszüge vom Gleis 1 im Hauptbahnhof durchgehend bis nach Hörne fahren", sagt Thomas Polewsky von der Stadtbahn-Initiative. Ohne großen Aufwand hätte sich damit ein Außenbahnsteig am Rosenplatz anlegen lassen, ohne dass der Fernverkehr durch einen haltenden Nahverkehrszug blockiert würde. " Heute müsste man das Gleis 4 kostenaufwendig wieder einrichten und die Schallschutzwand versetzen", beklagt Polewsky. Er argwöhnt, dass der Geist der Mehdorn-Ära zum Abbau des Gleises geführt hat. Die Deutsche Bahn habe damals mit Blick auf ihren Börsengang versucht, " jeden scheinbar überflüssigen Kostenfaktor abzustoßen".

Bildtext:

An der Spichernstraße wäre der ideale Platz für einen Bahnhof Rosenplatz. Die Stadt plant außerdem eine Quartiersgarage mit Begegnungsstätte. Zur Orientierung: Links ist die Iburger Straße zu sehen, in der Bildmitte die grün-graue Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke.

Foto:

Jörn Martens

OSNABRÜCK. Die Pläne für einen Bahnhof am Rosenplatz sind konkreter, als viele Osnabrücker glauben. Bei der Stadt gibt es Überlegungen, den Haltepunkt für den Haller Willem mit einem Parkhaus und einer Begegnungsstätte zu kombinieren. Dafür stehen Landeszuschüsse in Aussicht, weil der Stadtteil Sanierungsgebiet ist. Auf diese Weise könnte ein Fahrstuhl für alle drei Einrichtungen gemeinsam genutzt werden.Ob der Haller Willem und später auch andere Nahverkehrszüge demnächst am Rosenplatz halten, ist zunächstvon der Haltung der Landesnahverkehrgesellschaft abhängig. Nur mit ihrer finanziellen Unterstützung ist die neue Haltestelle machbar. In Hannover gibt es aber noch Zweifel, weil der Hauptbahnhof und der Rosenplatz nur einen Kilometer auseinanderliegen.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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