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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Muslimische Gemeinde fühlt sich ernst genommen"
Zwischenüberschrift:
Integrationsbeauftragte zu Gast an der Uni
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Bundestagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Aydan Özoguz hat Professor Bülent Ucar am Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik der Universität Osnabrück besucht.
Ziel des Treffens war ein Austausch über das Lehramtsfach und die Rolle der Religion in der deutschen Gesellschaft.
Ucar, Leiter des Zentrums für Islamstudien, stellte der SPD-Delegation um Martin Schwanholz (MdB) den Studiengang vor, an dem derzeit 60 bis 70 Studenten lernen, davon sind zwei Drittel Frauen. Das Institut fühle sich sehr wohl in Osnabrück. Ziel sei es, die islamische Religion irgendwann gleichberechtigt zur katholischen und evangelischen Religion regulär als zweites Fach anzubieten. Bisher sei sie drittes Fach.
Muslimische Streitkultur
Esnaf Begic, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, lobte: " Es gibt in Osnabrück eine breite Unterstützung für das Zentrum für Islamstudien. Die muslimische Gemeinde fühlt sich hier ernst genommen."
Die in Hamburg geborene Politikerin Özoguz berichtete über die neuen Schwerpunkte ihrer Arbeit als Integrationsbeauftragte: Neben dem Programm " Soziale Stadt" wolle sie sich verstärkt um Schulabbrecher kümmern. Auch das Thema Religion soll eine größere Rolle spielen. Wie viel Religion wollen wir in unserer Gesellschaft? Dies sei für sie eine Kernfrage. " Man muss trennen zwischen Religion und gesellschaftlichen Fragestellungen. Mit einer Vermengung lösen wir keine Probleme", erklärte Özoguz. " Ich wünsche uns dazu eine theologische Auseinandersetzung, aber die führen wir nicht in Deutschland."
Sie störe sich daran, " dass wir pauschal von außen die Religion aufgedrückt bekommen. Erst waren wir Ausländer, jetzt sind wir alle Muslime."
Jedoch bemerke sie, dass bei diesen oberflächlichen Zuschreibungen hierzulande oft nicht nur der Islam angegriffen werde, sondern die Religion an sich.
Özoguz forderte eine muslimische Streitkultur auf theologischer Ebene. " Warum müssen wir uns den Islam vom Gemüsemann um die Ecke erklären lassen? Der ist kein Theologe", warb sie für die Institutionalisierung des muslimischen Glaubens. " Osnabrück ist da ein schönes Beispiel, hier ist mit dem Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik etwas ganz Wichtiges aufgebaut worden."
Autor:
hedi


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