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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Rucksack erzeugt trinkbares Wasser
Zwischenüberschrift:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt Help-Age-Projekt im Dürregebiet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Schmutzbrühe aus Tümpeln in trinkbares Wasser verwandeln das kann der innovative Rucksack Paul (Portable Aqua Unit for Lifesaving). Er wurde an der Uni Kassel entwickelt, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Zehn solcher Rucksäcke im Wert von 18 000 Euro spendete nun die DBU an die in Osnabrück ansässige Organisation Help-Age Deutschland für ein Nothilfeprogramm im ostafrikanischen Dürregebiet.
" Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung", sagt Michael Bünte, Geschäftsführer von Help-Age. Mit weiteren Spenden aus Osnabrück eine davon die Sammlung des VfL bei einem Fußballspiel sei eine größere Summe erreicht worden. " Dadurch, dass wir zudem drei große internationale Hilfsorganisationen mit ins Boot holen konnten, stehen uns nun insgesamt 400 000 Euro zur Verfügung." Somit könne Help-Age 15 000 Notleidende in Äthiopien und Kenia in den kommenden Monaten mit Nahrung, Wasser und Hilfsgütern versorgen. Aber es sei weitere Hilfe nötig.
Da Help-Age besonders die alten Menschen im Blick hat, ist der Rucksack Paul für die Hilfsorganisation eine wichtige Ausrüstung. " Im Krisenfall bleiben die alten Menschen in den Dörfern zurück, oft zusammen mit ihren Enkeln", erklärt Bünte. Viele hätten nicht die Kraft, wie die Jüngeren weiterzuziehen in ein fruchtbareres Gebiet oder in ein Flüchtlingslager. Deshalb würden sie von den großen Hilfsprogrammen oft nicht genügend erreicht.
Dass Einheimische in entlegenen Gebieten kaum von großen Trinkwasseraufbereitungsanlagen profitieren, war für die Forscher in Kassel ein Hauptgrund für die Entwicklung von Paul: Die Rucksäcke würden dringend benötigt, um Krankheiten und Seuchen zu verhindern.
Akut ist die Situation jetzt im Dürregebiet, wo Menschen in ihrer Not verschmutztes Wasser aus Bächen und Tümpeln schöpfen. Die mit zwei Trageriemen versehenen robusten Kunststoffbehälter wiegen nur 20 Kilogramm. Sie können leicht transportiert oder aus der Luft abgesetzt werden. Anhand von vier einfachen Bildbeschreibungen können auch Analphabeten sie bedienen.
Zudem sind sie wartungsfrei. Sie reinigen das Wasser ohne Strom und Chemikalien: Spezielle Membranfilter halten beim Durchlauf des Wassers Schmutzpartikel, Bakterien und " weitestgehend auch Viren" zurück, sagen die Entwickler: Im Dauerbetrieb können durch einen Rucksack mehrere Hundert Menschen mit Wasser versorgt werden.
Nun wird Help-Age die Geräte in Äthiopien und Kenia einsetzen, wo die Dürre das Leben von 12 Millionen Menschen bedroht. Bünte betont: " Wir führen das Nothilfeprogramm mit lokalen Partnerorganisationen durch, die über langjährige Erfahrungen vor Ort verfügen."
Internet: www.helpage.de

Bildtexte:

Hier kann der Rucksack helfen: Menschen auf der Suche nach trinkbarem Wasser im Norden Kenias.

Auch in Pakistan wurde Paul schon eingesetzt.

Fotos:

Helpage/ Humanity Care Foundation
Autor:
Gila Kriz


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