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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ganz oben ist Platz für eine Schulklasse
Zwischenüberschrift:
Piesberg: Bald Baubeginn für Aussichtsplattform
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Augenhöhe 200 Meter über Normalnull, Fernsicht bis Lingen und Borgholzhausen: Das ist der nächste Clou für den Piesberg. An der höchsten Stelle Osnabrücks entsteht eine Aussichtsplattform, gehalten von Stahlseilen am Mast eines ausrangierten Windrotors. Im Spätherbst soll sie fertig sein.

Der Pressetermin am Mittwoch war ursprünglich als Spatenstich deklariert. Fünf nagelneue Spaten lagen schon für die Kameras bereit, doch sie blieben unbenutzt, weil es keiner Erdarbeiten bedarf. Der stählerne Windmühlenstumpf ist sicher verankert, in seiner aktiven Zeit hat er schon größeren Belastungen getrotzt, als sie von einer Aussichtsplattform zu erwarten sind.

Auf der vier mal sieben Meter große Bühne sollen 30 bis 40 Menschen Platz finden können. " Das reicht für eine Schulklasse", meinte Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der Bundesstiftung Umwelt (DBU), beim Pressetermin auf der Felsrippe. Die DBU fördert das Vorhaben mit 40 000 Euro und knüpft daran die Bedingung, dass jungen Menschen dort Informationen über Natur und Landschaft nahegebracht werden, aber auch über erneuerbare Energien, schließlich sind die riesigen Windräder zum Greifen nah.

Einen umweltpädagogischen Aspekt verfolgt auch der Naturparkverein Terra-Vita, der sich mit 35 000 Euro beteiligt. Dass eine Landkarte mit der Region zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald den Boden der Plattform zieren wird, geht auf eine Anregung dieses Projektpartners zurück.

Mit 65 000 Euro übernimmt das Land Niedersachsen den größten Teil der Baukosten, und die Stadt Osnabrück ist nur " minimal beteiligt", wie es Oberbürgermeister Pistorius ausdrückte. Sie ist für die Planung und Bauausführung verantwortlich. Schon in drei Wochen soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Der Weg nach oben führt über einen bereits fertiggestellten künstlichen Hügel und eine Stahltreppe. Wer die Plattform betritt, steht exakt 198, 44 Meter über Normalnull etwa 140 Meter über Hase-Niveau.

Für alle, denen die Kraxelei auf den Piesberg zu anstrengend ist, hielt Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt einen Trost bereit. Den Blick von oben kann sich jeder Internetnutzer jederzeit auf seinen Bildschirm projizieren. Eine Webcam an der Spitze des Turms macht es möglich. Sie lässt sich von zu Hause aus zoomen und in jede Richtung drehen.

Bildtext:

Alles aus Stahl: Die Aussichtsplattform auf dem Piesberg wird über einen Hügel und Treppen zugänglich sein.

Sieht aus wie ein Fabrikschlot, ist aber der Grundstock für eine Aussichtsplattform: Der Windradstumpf auf dem Piesberg bekommt eine neue Funktion.

Foto:

Hermann Pentermann

Zeichnung:

Wiebold Landschaftsarchitektur
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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