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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schon wieder Bauarbeiten am Kamp
Zwischenüberschrift:
Vollsperrung wegen Pflasterung am Reichwein-Platz – Anlieger kritisiert Planung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die erneuten Bauarbeiten an der Kamp-Promenade laufen. Zurzeit werden von der Kleinen Hamkenstraße aus Pflasterstreifen für die Überquerung Kamp/ Adolf-Reichwein-Platz eingesetzt. Für Anlieger Gerhard Brickwede eine unverständliche Planung: Er vermutete zuerst einen " verspäteten Aprilscherz", als er erfuhr, dass die Straße erneut gesperrt werden sollte.
Seit 2009 werden Fahrbahn und Bushaltestellen am Adolf-Reichwein-Platz umgestaltet. Bei den Arbeiten gab es allerdings einige Verzögerungen. Das führte schließlich dazu, dass die Baustelle nicht mehr vor dem vergangenen Winter abgeschlossen werden konnte und die Restarbeiten im Frühjahr ausgeführt wurden. Nun wurde der für Busse, Lieferanten und Anlieger reservierte Fahrstreifen am 1. August erneut gesperrt, da zwei jeweils vier Meter breite Pflasterstreifen auf Fußgänger aufmerksam machen sollen. Nach Auskunft der Stadt konnten diese Bauarbeiten nicht bei niedrigen Temperaturen durchgeführt werden. Deshalb seien die Sommerferien wegen des geringeren Busverkehrs naheliegend gewesen.
Zeitverzögerungen
Dass es bei den Bauarbeiten am Kamp Zeitverzögerungen gegeben hat, räumt Franz Schürings durchaus ein. Der Fachbereichsleiter der Stadt Osnabrück verweist auf eine Palette von Gründen, die hineingespielt hätten: Zunächst einmal müsse auf den Busverkehr Rücksicht genommen werden. Hinzu seien private Großbaumaßnahmen wie am Jürgensort/ Ecke Busring oder C & A gekommen, die die Planungen beeinflusst hätten. 2009 hätten die Stadtwerke zudem entschieden, dass noch Versorgungsleitungen verlegt werden müssten, während ein Jahr später die Fahrbahn des Neumarkts habe saniert werden müssen. Eine gleichzeitige Sperrung der Kamp-Promenade sei nicht möglich gewesen, sagt Schürings. Die Folge: Die Arbeiten mussten in den Herbst verschoben werden und konnten wegen des frühen Wintereinbruchs nicht mehr 2010 abgeschlossen werden. Diese Umstände seien " ein Stück weit unkalkulierbar", sagt Schürings.
Genau das kann Brickwede, der von Beruf Bauingenieur ist und dessen Frau am Adolf-Reichwein-Platz ein Geschäft betreibt, nicht nachvollziehen. Er habe die Stadt und das ausführende Unternehmen sogar noch auf das Risiko der Witterung hingewiesen, sei aber " nur auf Arroganz" gestoßen. Auch hält er die Darstellung für falsch, dass die nun aktuellen Arbeiten nicht doch im Frühjahr hätten durchgeführt werden können und so eine weitere Vollsperrung hätte vermieden werden können.
Eine weitere Kritik Brickwedes gilt der (fehlenden) Informationspolitik: Anwohner und Geschäfte seien allenfalls kurzfristig auf neuerliche Bauarbeiten hingewiesen worden. " Das kann es nicht sein", ärgert er sich. Bleibt noch die Frage der Umsatzeinbußen für die anliegenden Geschäfte. Der Bereich sei ohnehin nur für Taxen, Fahrräder und Anlieger geöffnet, ein Durchgangsverkehr fehle somit, sagt Schürings. Weniger Laufkundschaft befürchtet hingegen Brickwede.

Bildtexte:

Ein Pflasterstreifen von der Kleinen Hamkenstraße aus soll auf die Fußgänger aufmerksam machen, die den Bereich Kamp/ Adolf-Reichwein-Platz überqueren.

Hier ist die Pflasterung schon fertig.

Fotos:

Jörn Martens
Autor:
hmd


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