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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Liegt der Hafen jetzt auf dem Piesberg?
Zwischenüberschrift:
Imagekampagne sorgt für Unruhe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Kultur- und Landschaftspark Piesberg gibt es viel zu entdecken. Besucher können den alten Zechenbahnhof und das Museum Industriekultur besichtigen, eine Tour mit der Feldbahn unternehmen, sich einen aktiven Steinbruch anschauen oder Kulturveranstaltungen im Piesberger Gesellschaftshaus besuchen. Nur eins hat das Gelände rund um den Piesberg nicht zu bieten: einen Hafen.

Dennoch steht an der Glückaufstraße vor dem Piesberger Gesellschaftshaus nun eine der insgesamt zwölf Stelen, mit denen sich die " Initiative Hafen Osnabrück" für den Hafen starkmacht. " Einige Besucher haben uns schon scherzhaft gefragt, ob wir jetzt auch Segelkurse anbieten", berichtet Imke Wedemeyer, Geschäftsführerin im Piesberger Gesellschaftshaus. " Die Kampagne für den Hafen ist ja okay, aber die Beschilderung hier bei uns ist irreführend."

Manche ortsfremde Besucher hätten sogar schon den abgesperrten Hafen am Piesberg besichtigen wollen und seien dort über den Zaun gestiegen.

Die Anlieger an der Glückaufstraße/ Ecke Süberweg wurden von der Aufstellung der Stele überrascht. " Als sie eines Morgens plötzlich dastand, trauten wir unseren Augen kaum", erinnert sich Imke Wedemeyer. " Wir befinden uns hier im Stadtteil Pye, und der Hafen ist weit weg." Außerdem gebe es in der Tempo-30-Zone auch keinen Durchgangsverkehr etwa für Lkw auf dem Weg in den Hafen.

Der aus Pye stammende Ratsvorsitzende Josef Thöle (CDU) pflichtet Imke Wedemeyer bei: " Es wäre besser gewesen, wenn es im Vorfeld Gespräche über die Aufstellung der Stele mit den Verantwortlichen vor Ort gegeben hätte."

Aktuell liefen gerade Planungen für eine bessere Ausschilderung des Kultur- und Landschaftsparks Piesberg. " Das hätte man gut mit der Werbekampagne für den Hafen verbinden können", ergänzt Josef Thöle. " Der aktive Gesteinsabbau im Steinbruch und der Kultur- und Landschaftspark Piesberg sind eine einzigartige Kombination, die auch viele Bezüge zum Hafen bietet."

Christian P. Eick, Sprecher der " Initiative Hafen Osnabrück", sieht ebenfalls viele Gemeinsamkeiten, was Geschichte und Entwicklung des Hafens und des Geländes am Piesberg angeht. Ein Gespräch mit den Akteuren im Kultur- und Landschaftspark Piesberg würde er sehr begrüßen. Allerdings sieht er in der Kritik an der Hafen-Stele ein Missverständnis: " Die Stelen begrenzen das Gewerbegebiet Hafen und verweisen nicht allein auf den Umschlagplatz am Stichkanal. Im Nord-Westen des Gewerbegebiets Hafen befindet sich der Piesberg mit der Firma Cemex, die den dortigen Steinbruch betreibt und auf den Hafen als Transportweg angewiesen ist", erklärt Christian P. Eick. " Historisch und strukturell betrachtet, leuchtet der Standort der Stele am Gesellschaftshaus sofort ein."

Die Baugenehmigungen für alle zwölf Stelen wurden von der Stadt erteilt. Sie begrenzen das Gewerbe- und Industriegebiet Hafen, ohne dabei für einzelne im Hafen ansässige Unternehmen zu werben.

Die " Initiative Hafen Osnabrück" verfolgt mit der Kampagne das Ziel, das Gewerbe- und Industriegebiet Hafen Osnabrück stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Derzeit arbeiten in der Initiative 14 Unternehmen mit unter ihnen Hellmann, Kaffee Partner, Nosta und RRO Rohstoff Recycling Osnabrück.

Bildtext:

Der Hafen auf dem Piesberg? Albert Merseburger von den Dampflokfreunden, Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus und CDU-Ratsherr Josef Thöle finden die Imagekampagne etwas seltsam.

Foto:

Thomas Osterfeld


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