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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rattenplage am Riedenbach
Zwischenüberschrift:
Verstärkte Entenfütterung als Ursache – Giftköder ausgelegt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sie sind ein bisschen eklig, äußerst gefräßig und gefährden zudem durch die Krankheiten, die sie übertragen, die Gesundheit von Mensch und Tier: Ratten. Über eine regelrechte Plage der langschwänzigen Nagetiere klagen derzeit die Anwohner am Riedenbach.

" Die Anzahl der Ratten nimmt immer mehr zu, mittlerweile kann man sie bereits am Tage ohne Probleme sehen", sagt Björn Meyer, CDU-Ratsvertreter für den Schölerberg und den Fledder. Mehrfach hätten sich Anwohner an den CDU-Politiker gewandt, sogar auf dem Markt habe schließlich eine tote Ratte gelegen. " Gerade für Kinder, die am Riedenbach spielen, ist das natürlich nicht schön", sagt ein Anwohner. In einer Pressemitteilung fordert Meyer die Verwaltung nun auf, etwas gegen die Rattenplage zu unternehmen.

Der ist das Problem bekannt. Der Gesundheitsdienst des Landkreises ist bereits mit einer Schädlingsbekämpfungsfirma im Einsatz, auch die Verantwortlichen für die Rattenplage sind bereits gefunden: die Enten. Oder genauer gesagt: die Menschen, die die Enten füttern. " Diese falsch verstandene Tierliebe trägt wesentlich zu der starken Vermehrung der Ratten bei", sagt Peter Tenhaken, Leiter des Bereichs Infektionsschutz und Umwelthygiene des Landkreises Osnabrück. Einige Spaziergänger brächten ganze Tüten voll alten Brots mit an den Riedenbach. Was von den Enten nicht weggefuttert wird, darüber freuen sich die Ratten.

" Das Nahrungsangebot für die Ratten war so groß, dass anfangs unsere ausgelegten Köderstationen von den Tieren gar nicht angenommen wurden", so Tenhaken.

Die Stadtverwaltung appelliert daher an alle Tierfreunde, die Enten am Riedenbach nicht mehr zu füttern. Nur so können die Ratten erfolgreich zurückgedrängt werden. " Die Enten haben darunter nicht zu leiden, das natürliche Futterangebot am Riedenbach ist für die Enten völlig ausreichend", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Osnabrück.

Übrigens: Die Giftköder für die Ratten befinden sich in Boxen, sind also nicht lose ausgelegt und somit keine Gefahr für Hunde oder Kinder.

Bis sich die Plage gelegt hat, wird es noch ein wenig dauern. Ratten sind nämlich schlaue Tiere. " In der Gruppe gibt es immer eine Art Vorkoster", sagt Tenhaken. Direktgift auszulegen, das die Ratte frisst und sofort tot umfällt, bringt also nichts. Stattdessen wird ihnen eine Art Blutgerinnungshemmer verabreicht, der erst etwas später wirkt, sodass die Nager nicht zurückverfolgen können, woher das Gift stammt.

Bildtexte:

Ratten machen sich am Riedenbach breit. Auch in der Mittagszeit haben Anwohner immer wieder Nager beobachtet, die am Bachlauf entlangflitzen.

Brotkrumen haben Wanderratten angelockt.

Foto:

Michael Hehmann/ Archiv
Autor:
Cornelia Laufer


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