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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kinder erobern das VfL-Stadion
Zwischenüberschrift:
Kleine Fans schauen hinter die Kulissen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Platzwart Gerd Haala fährt mit dem Rasenmäher über das Grün der Osnatel-Arena. Sportdirektor Lothar Gans steht am Spielfeldrand und telefoniert mit seinem Handy. Am Tag nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld ist der Alltag an der Bremer Brücke eingekehrt. 24 Kinder blickten 90 Minuten lang hinter die Kulissen des VfL-Stadions. Alltäglich war das für sie keineswegs.
" Wir möchten euer Interesse für den Sport im Allgemeinen wecken", sagte Bernard Lanfer zu Beginn der Führung durch die Osnatel-Arena. Er wünschte sich, dass die Kinder sich durch den Stadion-Besuch animieren lassen, in einen Sportverein einzutreten.
Der VfL Osnabrück wurde 1899 gegründet. Aber nicht immer spielte er im Stadion an der Bremer Brücke. " Früher war hier Sumpf", sagte Lanfer und deutete auf die Osnatel-Arena. Die Leute aus dem Schinkel hätten ihren Hausmüll dort entsorgt, erzählte er weiter.
Die erste Station im ehemaligen Sumpfgebiet waren der VIP-Raum und die Loge, wo sich Paare trauen lassen können. Dort hat nicht jeder Zugang. " Die richtigen Fans stehen in der Ostkurve", meinte Lanfer. Er selbst sei vor Kurzem von seinem Sitzplatz in die Fan-Kurve gewechselt und wurde nach jedem Tor mit Bier bespritzt. Seine Frau meinte zu Hause, er sei wohl in einer Kneipe und nicht im Stadion gewesen.
Richtig spannend wurde es für die Kinder, die von vielen neugierigen Müttern und Vätern begleitet wurden, auf dem Platz. Sie durften auf den Trainerstühlen und der Ersatzbank Platz nehmen. " Hier hat man eine coole Aussicht", meinte Torben (11), der sich den Stuhl von VfL-Trainer Uwe Fuchs schnappte. Torben war schon oft im Stadion. Er kennt die neue Mannschaft und hat auch einen Lieblingsspieler gefunden: Kevin Kampl. " Er ist wendig, und man kann ihm nicht so schnell den Ball abnehmen."
Das Stadion sah am Tag nach dem Spiel gegen Bielefeld noch etwas ramponiert aus. Überall lag noch Müll, der noch nicht weggeräumt wurde. Der Rasen befand sich jedoch in einem sehr guten Zustand aus. Junis (10) und Mick (10) kennen das Grün aus eigener Erfahrung. Sie sind mit der lila Bande und dem SC Lüstringen an den Händen der Spieler ins Stadion gelaufen. " Es ist ein cooles Gefühl, wenn 16 000 Menschen klatschen und jubeln", sagten sie.
Lanfer erklärte den Kindern, dass der Rasen auch im Winter bespielbar sein muss. Dafür wurden unter dem Spielfeld 33 Kilometer Rohre verlegt, die als Rasenheizung mit warmem Wasser gefüllt werden, wenn der Platz gefroren ist.
Mit großen Augen gingen die Kinder in die Spielerkabine des VfL. Dort waren noch die taktischen Anweisungen von Uwe Fuchs und die Vorgabe für das Bielefeldspiel auf großen Blättern zu lesen: " Unser heutiges Ziel: 3 Punkte! Sieg!" war darauf zu lesen. Hätte auch beinahe geklappt.
Schließlich bat Bernhard Lanfer zur Presse-Konferenz in den Raum, wo auch das VfL-Museum untergebracht ist. Michael (12) nahm den Platz von Uwe Fuchs ein.
Auf die Frage nach der Leistung seiner Mannschaft antwortete er: " Eigentlich ganz gut. Im nächsten Spiel wollen wir aber hinten besser stehen und mehr Konter fahren."

Bildergalerie
auf www.noz.de

Bildtext:

Einmal Trainer des VfL sein: Diesen Wunsch erfüllte sich Michael, der am Mittwoch mit anderen Kindern die Osnatel-Arena besichtigte.

Foto:

Thomas Wübker
Autor:
Thomas Wübker


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